1, 2, 3, 4 oder 50, 100, 150?
6 Tipps zum richtigen Bahnenzählen

Schon wieder verzählt? Keine Sorge, als Schwimmer oder Schwimmerin bist du damit nicht allein. Mit unseren Tipps wird es besser.

Schwimmtraining auf Fuerteventura
Silke Insel Häufige Frage beim Schwimmtraining: Muss ich noch oder bin ich schon fertig?

Zwei Szenen, die jeder Schwimmer kennt. Die erste: Man kommt an die Wand und ist plötzlich total verwirrt. Habe ich schon 250 Meter geschafft oder kommt jetzt die 250-Meter-Wende? Mist, verzählt! Das zweite Szenario ist ein bisschen peinlicher. Man führt die Trainingsgruppe 400 Meter lang an, wendet voller Überzeugung für die letzten 25 Meter und stellt plötzlich fest, dass man der einzige ist, der noch schwimmt und alle anderen schon stehengeblieben sind. Nach der 50 Meter langen Extrarunde sind einem die Lacher der Teamkollegen sicher. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott bekanntlich nicht zu sorgen.

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Mit dem Bahnenzählen beim Schwimmen ist das so eine Sache. Steigt die Anstrengung oder schweifen die Gedanken ab, werden die einfachsten Grundrechenarten plötzlich zur Raketenwissenschaft. Fast jeder Schwimmer hat seine eigene Zählstrategie entwickelt, um mit dem Problem umzugehen. Eine kurze Umfrage unter Schwimmern in und außerhalb der Redaktion ergibt folgendes Bild:

  • einige zählen ihre Meter (50, 100, 150 usw.)
  • andere zählen die Bahnen (1, 2, 3, 4 usw.)
  • manche schwimmen nur hinterher und hoffen auf andere
  • wieder andere vertrauen allein ihrer Uhr.

Diese 6 Tipps helfen beim korrekten Zählen

1. Abwechslung

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Baue jede vierte oder achte Bahn 25 Meter in einer anderen Schwimmart ein oder ändere bei Kraul für eine Bahn den Atemrhythmus. So behältst du deine geschwommenen Bahnen besser im Überblick.

2. Zeitkontrolle

Wenn man sich mit seinen Schwimmzeiten gut auskennt, hilft ein Blick auf die Uhr. Wer zum Beispiel im Durchschnitt 1:40 Minuten auf 100 Metern schwimmt, hat nach 5:40 Minuten (plusminus 20 Sekunden) exakt … 350 Meter. Kein Problem, oder?

3. Mathematik

Rechne die zurückgelegte Strecke in Brüche oder Prozent um. 200 von 600 Metern sind 1/3 bzw. 33,3 Prozent. Bei 250 Metern wird es natürlich ziemlich schwierig, aber du hast ja 50 Meter Zeit, bis es wieder einfacher wird.

4. Flaschentrick

Der Coach am Beckenrand wird es nicht gern sehen, doch wenn du bis 200 Meter zuverlässig zählen kannst, hältst du alle 200 Meter kurz an und drehst deine Trinkflasche um eine Vierteldrehung. Alternativ können dazu auch Badelatschen nützlich sein oder ein Paddle, das man im Sieb der Überlaufrinne um eine Rille verschiebt,.

5. Immer gleich zählen!

Zähle immer nur das, was du schon hast, und nicht das, was noch kommt. So kommst du vor der 550-Meter-Wende gar nicht erst in die Bredoullie, dich fragen zu müssen: Hab ich jetzt 22 Bahnen oder war das bei der letzten Wende?

6. Geschichten erzählen!

Es soll Schwimmerinnen und Schwimmer geben, die während des Schwimmens noch Gehirnschmalz übrig haben, um sich komplette Geschichten auszudenken. In der Story spielt die Zahl der geschwommenen Bahnen eine wichtige und immer wechselnde Rollen. Die Idee dahinter: Geschichten lassen sich angeblich besser merken als nackte Zahlen.

Im Wettkampf hilft nur Galgenhumor

100-prozentige Sicherheit, dass das Ergebnis immer stimmt, gibt es natürlich nie. Doch zum Glück ist es ja nur Training. Richtig übel wird die Sache, wenn man sich in einem wichtigen Rennen verzählt. Auch das ist vielen schon passiert, sogar den Besten. Zum Beispiel dem ehemaligen Kurzbahn-Weltmeister Danas Rapsys.

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Du zählst deine Bahnen auf eine ganz andere Art oder hast noch einen Tipps, wie du das Verzählen verhinderst? Dann schreib es gern unten in die Kommentare.

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3 Kommentare
  1. Stefanie Hoskovec

    Ich zähle immer in 2 er Schritten also 2, 4 6 8 10 und so weiter.

  2. Jule Mathilde

    Ich zähle die Zahlen ab 800m immer rückwärts und auf einer anderen Sprache. Das hilft mir mich zu konzentrieren

  3. Hermine

    Ich schwimme fast immer auf 25m Bahnen und zähle meistens alle zwei Bahnen (1 für 50m, 2 für 100m), weil ich dann wieder auf der Startseite bin. Als Kontrolle rechne ich nach, ob dass mit den zurückgelegten Metern zusammen passt.
    Ist eine Übung sehr komplex und/oder vielschichtig, dann lege ich Teile meines Equipments von einer Seite auf die Andere, um den Überblick nicht zu verlieren und mich trotzdem auf meine Übungen konzentrieren zu können.

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