Ist das erlaubt? | Rollwende beim Brustschwimmen

Möglichst schnell drehen und in die neue Richtung schwimmen, das ist das Ziel der Wende.

Die gängige Wende beim Brustschwimmen ist die Kippwende: Der Schwimmer oder die Schwimmerin schlägt mit beiden Händen gleichzeitig an und kippt über die Seite, um sich in die neue Richtung abzustoßen. Anastasia Gorbenko aus Israel demonstrierte bei den Wettkämpfen der Internatinal Swimming League in Budapest eine für Brust eher ungewöhnliche Wende. Über 50 Meter machte die 17-Jährige eine Rollwende.

Die Brust-Rollwende im Video (rechte Bahn):

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Anastasia Gorbenko (rechte Bahn) macht bei Brust eine Rollwende.

In den Wettkampfbestimmungen des Deutschen Schwimm-Verbandes, die den Regeln des Weltschwimmverbands FINA entsprechen, heißt es zum Brustschwimmen: “Das Drehen in die Rückenlage ist zu keiner Zeit erlaubt, außer bei der Wende, bei der nach regelkonformem Anschlag ein beliebiges Drehen erlaubt ist, sofern der Körper beim Verlassen der Wand wieder in die Brustlage zurückkehrt.” Über den Anschlag steht in den Wettkampfbestimmungen, dass er “mit beiden Händen gleichzeitig” zu erfolgen hat. Dabei ist es egal, ob die Hände “an, über oder unter der Wasseroberfläche” sind.

“The idea is simple – you touch the wall with two hands, as required by the rule, using a downward sweeping motion to initiate the flip via your last stroke.”

Anastasia Gorbenko auf YouTube

Eine Rollwende beim Brustschwimmen ist also erlaubt, genauso wie beim Delfinschwimmen. Allerdings müssen die Schwimmenden die Wand regelkonform mit beiden Händen gleichzeitig berühren und die Wand nach der Drehung wieder in Bauchlage verlassen. Ob diese Technik schneller ist als die Kippwende und sich deswegen durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Augenscheinlich verlor Gorbenko im Head-to-Head-Vergleich mit Weltrekordlerin Alia Atkinson während des Wendenvorgangs etwas an Boden. Zuvor hatte sie in den K.o-Runden aber immerhin sechs andere Brustsprinterinnen aus dem Rennen geworfen.

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