Samstag, 4. Februar 2023
€ 0,00

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Schwedenbrille | Klein, hart, bunt, günstig und mit 45 Jahren immer noch fast die Alte

Schwimmbrillen gibt es wie Sand am Meer. Doch es gibt nur eine, die ohne Gummiring oder Dichtung aus Silikon auskommt: die Schwedenbrille. Mit ihren kleinen, flachen Gläsern, die direkt in der Augenhöhle aufliegen, genießt die Schwedenbrille unter Schwimmsportlern einen Ausnahmestatus. Denn an ihr scheiden sich die Geister. Während die einen über die harten Plastikgläser den Kopf schütteln, schwören viele Leistungsschwimmer seit Jahrzehnten auf die puristischste aller Schwimmbrillen.

Besonders ist die Schwedenbrille auch, weil Sie nach dem Kauf erst einmal zusammengebaut werden muss. Typisch schwedisch, könnte man sagen. IKEA lässt grüßen. Erfahrene Schwimmer kennen die Prozedur: Erst das Nasenteil mit dem Faden an den Gläsern verknoten, dann das lange Gummiband in zwei Schlaufen als Kopfband befestigen. Während andere Modelle an der Nase entweder gar nicht oder nur in Stufen verstellbar sind, lässt sich die Schwedenbrille individuell auf die richtige Größe einstellen. Mit etwas Übung sitzt sie perfekt.

Perfekter Zusammenbau: So geht's!

Bild 1 von 8
- Anzeige -

1. Alles da? 2 Gläser, 1 Kopfband, 1 Nasensteg, 1 Nasenband. Aus fünf Teilen wird die Schwedenbrille gebaut. © spomedis

Entwickelt wurde das Original in den 1970er-Jahren von Tommy Malmsten. Im Interview erklärte uns der ehemalige Schwimmtrainer vor einiger Zeit, wie er auf die Idee kam.

Tommy Malmsten
Malmsten Erfinder der Schwedenbrille: Tommy Malmsten.

Tommy Malmsten, Schwedenbrillen sind seit Jahrzehnten erste Wahl vieler Leistungsschwimmer. Und das, obwohl Sie so gut wie keine Werbung machen. Welches Geheimnis steckt hinter dem Erfolg? Eine großartige Schwimmbrille und ein guter Preis. Du musst nah dran sein an deinen Produkten und mit Leidenschaft Probleme angehen. Die Schwedenbrille wurde auf diese Weise entwickelt.

Sie waren damals, in den 1970-Jahren, Schwimmtrainer in Kristianstad. Ich hatte eine sehr talentierte Schwimmerin, die von der Dichtung ihrer Schwimmbrille einen Hautausschlag bekam. Mit meiner Brille konnte sie weiterschwimmen. Ihr Vater half uns, einen Werkzeugmacher zu finden und den ersten Prototyp zu entwickeln. Danach wurden Gläser sortieren, Kopfbänder und Nasenstege zurechtschneiden und das Verpacken in Plastiktüten zu einer abendlichen Familienbeschäftigung am Küchentisch.

Welches Konzept steckt hinter der Brille und was wurde im Lauf der Zeit daran verändert? Wir haben versucht, den Fit und das Konzept zu erhalten. Warum sollten wir etwas ändern, das funktioniert? Die Brillengläser haben immer noch dieselbe Form wie früher. Sie sind extra klein, um den Wasserwiderstand zu minimieren. Das Material für die Brillengläser wurde mit der Zeit weiterentwickelt, und wir stellen Topqualität für das Kopfband und den Nasensteg sicher. Inzwischen integrieren wir unser Logo in die Gläser, weil immer mehr Hersteller versuchen, die Schwedenbrille zu kopieren. Deswegen sagen wir: „Swedish Goggles – Ensure to get the original!“

Wie viele Brillen stellt Ihre Firma pro Jahr her? Aus dem Stand heraus weiß ich das nicht. Es sind viele, und wir liefern um die ganze Welt.

spomedis

Wird es bald wieder eine Sonderedition geben? Vor Jahren haben wir eine Special Edition mit einem kleinen Edelstein im Brillenglas zu den Europameisterschaften in Trieste hergestellt. Und 2010 gab es zur EM in Eindhoven eine orange-silberne Limited Edition. Wir sind immer offen für neue Ideen.

Welches ist Ihre Lieblingsfarbe? Es sind alles tolle Farben, jede wurde mit Bedacht entwickelt. Manchmal will man als Schwimmer etwas Farbe ins monotone Training bringen, ein anderes Mal sucht man hinter einer dunklen Brille ein bisschen Privatsphäre. Aus der Jewel Collection wurde rosa sehr gut angenommen. Bei den Standardfarben sind traditionell blau und smoke am beliebtesten.

Thomas Lurz
Frank Wechsel / spomedis Rekord-Weltmeister Thomas Lurz schwamm auch im Freiwasser stets mit Schwedenbrille.
Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

Mehr von diesem Autor

Verwandte Artikel

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

21,618FansGefällt mir
4,165FollowerFolgen
500AbonnentenAbonnieren
- Anzeige -

Letzte Artikel