Mittwoch, 22. Mai 2024

WM-Gold für Elena Semechin

Paralympics-Siegerin Elena Semechin ist Weltmeisterin. Nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr schwamm sie in Manchester zu ihrem insgesamt dritten WM-Gold über diese Strecke.

Ralf Kuckuck / DBS

In ihrer Paradedisziplin hat Elena Semechin sich WM-Gold gesichert. In 1:13,13 Minuten schwamm die Berlinerin über 100 Meter Brust (Startklasse SB12) zu ihrem insgesamt dritten WM-Titel über diese Strecke. „Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr wieder Weltmeisterin geworden bin“, sagte sie. Nach ihrem Paralympics-Sieg in Tokio über 100 Meter Brust wurde bei der sehbehinderten Schwimmerin ein Hirntumor festgestellt, es folgten eine Operation und Chemotherapie. Währenddessen gab Semechin nicht auf, trainierte so gut es ging und wurde 2021 Vizeweltmeisterin. Im Februar dieses Jahres dann die gute Nachricht: Den Krebs hat die 29-Jährige vorerst besiegt.

Beim Wettkampf in Manchester lieferte Semechin sich lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Brasilianerin Maria Carolina Gomes Santiago, die im Endspurt aber nicht mehr mithalten konnte und Silber holte. Bronze ging an Alani Ferreira aus Südafrika.

Medaillen für Braunschweig, Scholz und Böttcher

Über seine zweite Bronzemedaille bei der WM durfte sich Malte Braunschweig freuen. In der Startklasse S9 schwamm er über 100 Meter Freistil in 56,56 Sekunden auf den dritten Platz. „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet und bin sehr glücklich darüber“, sagte er. Über 50 Meter Rücken (Startklasse S4) gab es gleich doppelten Grund zu jubeln. Beim Sieg der Südafrikanerin Kat Swanepoel sicherte sich Tanja Scholz (50,43 Sekunden) die Silbermedaille vor Gina Böttcher (52,24 Sekunden).

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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