Wellbrock nicht dabei | Deutschland schickt 40 Beckenschwimmer zur EM nach Paris

Mit Topstars und Nachwuchstalenten reist das deutsche Team zur Europameisterschaft – Medaillen und wichtige Erfahrungen im Fokus

Peter Jacob / spomedis Medaillenkandidatin Anna Elendt zählt zu den Stars im deutschen Team.

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat sein Aufgebot für die Europameisterschaften in Paris (31. Juli bis 16. August) bekannt gegeben: 40 Athletinnen und Athleten werden im Beckenschwimmen an den Start gehen. Angeführt wird das Team von prominenten Namen wie Weltmeisterin Anna Elendt, Olympiasieger Lukas Märtens sowie den international erfolgreichen Sven Schwarz und Johannes Liebmann, der zuletzt mit einem Europarekord auf sich aufmerksam machte.

Insgesamt umfasst das Team 15 Frauen und 25 Männer. Mit Isabel Gose, Lukas Märtens und Melvin Imoudu stehen gleich drei Schwimmer im Aufgebot, die bereits EM-Gold auf der Langbahn gewonnen haben. Auch Angelina Köhler und Anna Elendt konnten sich schon auf europäischer Ebene durchsetzen – allerdings bislang auf der Kurzbahn. Für Elendt wird es die erste EM-Teilnahme auf der 50-Meter-Bahn. Nicht dabei ist wie erwartet Florian Wellbrock. Der frühere 1.500-Meter-Europameister konnte sich nicht für die Becken-Wettbewerbe qualifizieren. Der Olympiasieger wird in Paris ausschließlich im Freiwasser antreten.

Neben den etablierten Kräften setzt der DSV bewusst auf Nachwuchs: Die erst 18-jährigen Linda Roth und Yara Fay Riefstahl sammeln im Sommer zunächst Erfahrungen bei der Jugend-EM, bevor sie auch in Paris antreten sollen. „Wir wollen den positiven Schwung der vergangenen Großereignisse mitnehmen, gleichzeitig aber auch jungen Talenten wichtige Entwicklungschancen geben“, erklärte Leistungssportvorstand Christian Hansmann. Bei der letzten EM 2024 in Belgrad holte Melvin Imoudu das einzige Gold für die deutschen Beckenschwimmer. Dazu gab es zwei Silber- und drei Bronzemedaillen.

Eine Sonderrolle nimmt Julian Koch ein: Der in den USA studierende 20-Jährige verpasste krankheitsbedingt den Qualifikationszeitraum und muss sich vor der EM noch einer Leistungsüberprüfung stellen. Vor der Abreise steht für das gesamte Team noch ein Formtest bei den Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals in Hannover an. Die endgültige Einsatzplanung für Paris wird erst danach festgelegt.

Das DSV-Team bei der EM 2026

Frauen: Angelina Köhler (SG Neukölln Berlin), Julianna Dora Bocska, Nina Sandrine Jazy (beide SG Essen), Isabel Gose, Nina Holt, Linda Roth, Maya Werner, Leonie Märtens (alle SC Magdeburg), Nicole Maier (Athletic Club Palaio Faliro/GRE), Anna Elendt (SG Frankfurt), Lise Seidel, Yara Fay Riefstahl (beide SC Chemnitz), Noelle Benkler, Lena Ludwig (beide SV Nikar Heidelberg), Maya Tobehn (Dresdner SC)

Männer: Ole Braunschweig, Kaii Liam Winker, Luca Nik Armbruster (alle SG Neukölln Berlin), Lukas Märtens, Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg), Melvin Imoudu, Jan Malte Gräfe, Ole Mats Eidam (alle Potsdamer SV), Fritz Dietz, Oliver Klemet (beide SG Frankfurt), Sven Schwarz, Martin Wrede (beide Waspo 98 Hannover), Cedric Büssing, Finn Hammer, Julian Koch (alle SG Essen), Jarno Bäschnitt, Lucas Matzerath (beide Team Bochum), Josha Salchow (SV Nikar Heidelberg), Timo Sorgius (SC Wiesbaden 1911), Cornelius Jahn (Ahrensburger TSV), Vincent Passek (Berliner TSC), Björn Kammann (AMTV-WTB Hamburg), Jeremias Pock (1. FCN Schwimmen), Subäjr Biltaev (SV Cannstatt), Mathis Schönung (SG EWR-Rheinhessen Mainz)

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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