Neue Open-Water-Serie an der Ostsee: Das Seebrückenschwimmen startet im Juni mit vier Etappen. Über 300 Plätze sind schon vergeben – die Premiere nimmt Fahrt auf.
In rund 50 Tagen fällt der Startschuss für eine neue Open-Water-Schwimmserie im Norden. Beim Seebrückenschwimmen in der Lübecker Bucht steht vor allem eines im Mittelpunkt: das besondere Erlebnis beim Schwimmen von Ort zu Ort durch die Ostsee.
Ob sich das Event langfristig im Schwimmkalender etablieren kann, wird sich zeigen. Doch knapp zwei Monate vor dem ersten Start stimmt die Richtung: Mehr als 300 der insgesamt 600 Startplätze sind bereits vergeben. Für Chef-Organisator Martin Lenz ist das ein starkes Signal. „Wir haben viele Menschen erreicht, und die Resonanz ist positiv. Ich bin sicher, dass noch einige Anmeldungen dazukommen werden.“
4 Termine | Seebrückenschwimmen 2026
| Datum | Strecke | Distanz | Info |
|---|---|---|---|
| 20. Juni 2026 | Rettin–Pelzerhaken | 3 km | Anmeldung |
| 27. Juni 2026 | Pelzerhaken– Neustatd i.H. | 3,2 km | Anmeldung |
| 4. Juli 2026 | Sierksdorf–Haffkrug | 3 km | Anmeldung |
| 8. August 2026 | Haffkrug–Scharbeutz | 3,2 km | Anmeldung |
Sandra Völker ist Schirmherrin
Die auch von SWIM unterstützte Serie umfasst vier Rennen entlang der Lübecker Bucht und versteht sich als norddeutsches Pendant zum Alpen Open Water Cup. Geschwommen wird jeweils parallel zur Küste – von Seebrücke zu Seebrücke, über Distanzen von rund drei Kilometern. Pro Event gehen bis zu 150 Schwimmerinnen und Schwimmer an den Start. Für die Sicherheit auf den Strecken sorgen Rettungsschwimmer der DLRG.
Prominente Unterstützung erhält die Premiere von Sandra Völker. Die 52-Jährige, die als ehemalige Weltklasse-Sprinterin eigentlich auf kurzen Distanzen zu Hause war, ist überzeugt: „Das wird der Knaller.“ Für die in Lübeck aufgewachsene Olympia-Silbermedaillengewinnerin ist die Ostsee dabei mehr als nur Kulisse – sie ist ein Stück Heimat.
Von Abläufen und Medaillen
Bis zum ersten Start bleibt für Martin Lenz und sein Team noch einiges zu tun. „Jede Welle muss erst einmal ins Rollen kommen“, sagt er. Aktuell werden die Strecken exakt vermessen, Sicherheitskonzepte abgestimmt und Abläufe für jeden einzelnen Standort individuell geplant. Dazu kommen Genehmigungen, Logistik, Verpflegung und das Designen der Medaillen. Ob alles rechtzeitig fertig und optimal über die Bühne gehen wird? Davon ist der Optimist überzeugt.