Mittwoch, 24. April 2024

Über sieben Inseln | Niedersachse schwimmt von Wangerooge bis Borkum

Um auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen, ist Frank Feldhus entlang sieben niedersächsischer Nordseeinseln durchs Wattenmeer geschwommen. Am Montag erreichte er sein Ziel auf Borkum.

dreamstime.com (Prillfoto) Die Nordsee vor Spiekeroog.

Zwei Tage war Frank Feldhus unterwegs, rund 30 Kilometer ist er geschwommen. Der 63-Jährige ist von Insel zu Insel durchs niedersächsische Wattenmeer geschwommen. Damit wollte der Oldenburger auf die zunehmende Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll aufmerksam machen und sich für den Schutz des Wassers einsetzen. „Man muss immer erst etwas Verrücktes machen, bevor einem jemand zuhört“, sagte Feldhus dem NDR. Unterstützt wurde der Langstreckenschwimmer an Land von Lucas Schwengels und Peter Rings, die die Strecken über die sieben Inseln laufend bewältigten und dabei insgesamt etwa 80 Kilometer zurücklegten. Im Wasser halfen ihm ein Seekajak und ein Motorboot dabei, den optimalen Weg durch die Strömung zu finden.

Fußverletzung an einer Muschel

Der Startschuss für die sechs langen Schwimmstrecken durch die Seegatten zwischen den Ostfriesischen Inseln fiel am Sonntag auf Wangerooge. Von dort ging es über Spiekeroog (2,5 km) und Langeoog (4 km) nach Baltrum (4 km), anschließend weiter nach Norderney (1,5 km) und Juist (4,5 km), ehe zum Abschluss die längste Etappe über 13 Kilometer anstand. „Am Montagabend wollen wir auf Borkum sein“, hatte Feldhus im Vorfeld gesagt.

Teilweise sei Feldhus doppelt so schnell unterwegs gewesen wie erwartet, hieß es von seinem Team. Im vergangenen Jahr hat er bereits alle sieben Inseln vom Festland aus angeschwommen, insgesamt 66 Kilometer Schwimmstrecke. Die Herausforderung sei dieses Mal aber eine andere gewesen, sagt er. Die Seegatten zwischen den Nordseeinseln gelten wegen ihrer Strömungsverhältnisse selbst für erfahrene Segler als anspruchsvoll.

Eine weitere Herausforderung erlebte Feldhus, als er sich auf der Strecke zwischen Baltrum und Norderney den großen Zeh des rechten Fußes an einer Muschel aufschlitzte. „Vermutlich muss das genäht werden“, sagte er. Aber erst nach Zielankunft. Zunächst wurde die Wunde provisorisch mit einem Tape versorgt.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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