Isabel Gose sorgt über 400 m Freistil mit einem neuen Europarekord für das Highlight zum EM-Auftakt. Lukas Märtens ergänzt den starken deutschen Start mit Silber.
Bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Lublin hat das deutsche Team gleich zum Auftakt kräftig zugeschlagen. Im Finale über 400 Meter Freistil sicherte sich Isabel Gose in glänzender Manier Gold — und das mit einem neuen europäischen Rekord: In 3:54,33 Minuten ließ sie sämtliche Konkurrentinnen hinter sich und unterbot die zwölf Jahre alte Bestmarke der Spanierin Mireia Belmonte Garcia (3:54,52 min) um 0,19 Sekunden.
Gose, 23 Jahre alt und für den SC Magdeburg startend, ging als Vorlaufschnellste ins Finale und baute ihre Führung im Endlauf nach der Halbzeit stetig aus. Silber holte die Italienerin Simona Quadarella in 3:56,70 Minuten vor Freya Colbert aus Großbritannien (3:56,71 min). Im Ziel war die Erleichterung bei Gose groß: „Ich war wirklich schockiert über das Ergebnis, aber ich bin unheimlich stolz“, sagte sie nach dem Rennen. Für Gose ist es die erste Goldmedaille bei einer Kurzbahn-Europameisterschaft.
Nur wenige Minuten später folgte der nächste deutsche Erfolg: Lukas Märtens schwamm über dieselbe Distanz bei den Männern zu Silber. In 3:36,51 Minuten musste er sich nur dem Briten Jack McMillan geschlagen geben, der in einem packenden Finish mit 3:36,33 Minuten die Nase vorn hatte. Bronze holte der Vorlaufschnelle Daniel Wiffen aus Irland (3:57,02 min). Für Märtens, ebenfalls 23 Jahre alt und Weltmeister wie Olympiasieger, war es nach längerer Durststrecke ein Erfolg auf der 25-Meter-Bahn.
Der erfolgreiche Start der deutschen Mannschaft in Lublin lässt auf weitere Glanzleistungen hoffen. Bereits am heutigen Mittwoch stehen weitere Medaillenchancen an. Unter anderem greifen Anna Elendt über 100 Meter Brust, Angelina Köhler über 50 Meter Schmetterling sowie Lise Seidel über 200 Meter Rücken nach Edelmetall.