Badetote 2025: Zahl sinkt leicht – Sorge um mehr junge Opfer

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Deutschland ist 2025 leicht zurückgegangen. Dennoch bleibt Ertrinken laut DLRG ein großes Sicherheitsproblem – und eine Entwicklung bereitet Experten besondere Sorgen: Immer mehr junge Menschen verlieren im Wasser ihr Leben.

DLRG

Nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) kamen im vergangenen Jahr mindestens 393 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Das sind 18 weniger als 2024, als 411 Todesfälle registriert wurden. Seit 1998 sind es damit das sechste Mal weniger als 400 Tote in einem Jahr. Ein Grund zur Erleichterung ist das laut den Rettungsschwimmern aber nicht.

Die meisten Badeunfälle ereigneten sich im Juni. „Wäre es in der folgenden Hauptferienzeit weiterhin so sonnig und heiß geblieben, hätten wir wohl erneut einen Anstieg der Opferzahl vermelden müssen“, sagte die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt. Bei Sommerwetter steigt die Zahl der Unfälle oft sprunghaft an. Trauriger Höhepunkt: Im Juni kamen an einem Wochenende 15 Menschen beim Baden und Schwimmen ums Leben.

Ertrinkungsfälle in Deutschland seit 1998

JahrOpfer
1998477
1999597
2000429
2001520
2002598
2003644
2004470
2005477
2006606
2007482
2008475
2009474
2010438
2011410
2012383
2013446
2014392
2015488
2016537
2017404
2018504
2019417
2020378
2021299
2022355
2023380
2024411
2025393
Quelle: DLRG, statista.com

Mehr junge Menschen unter den Opfern

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei jüngeren Altersgruppen. In den Gruppen der 11- bis 20-Jährigen sowie der 21- bis 30-Jährigen starben zusammen deutlich mehr Menschen als im Jahr zuvor. Nach DLRG-Angaben kamen 73 Menschen aus diesen beiden Altersgruppen ums Leben – 22 mehr als 2024.

Wie immer waren Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Sie stellen den überwiegenden Anteil der Ertrinkungsopfer. Gründe sehen Experten unter anderem in größerer Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung im Wasser.

Flüsse und Seen bleiben die größten Gefahrenstellen

Die meisten tödlichen Badeunfälle ereignen sich weiterhin in Binnengewässern. Besonders Flüsse und Seen gelten als gefährlich. Dort gibt es häufig starke Strömungen, plötzlich abfallende Tiefen oder sehr kaltes Wasser – Gefahren, die viele Badegäste unterschätzen. Hinzu kommt: Viele Unfälle passieren abseits bewachter Badestellen. An offiziellen Badeplätzen mit Rettungsschwimmern ist das Risiko deutlich geringer, weil im Notfall sofort Hilfe geleistet werden kann.

Schwimmfähigkeit bleibt ein wichtiges Thema

Ein zentrales Problem sehen Wasserrettungsorganisationen weiterhin in der abnehmenden Schwimmfähigkeit. Viele Kinder verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Gründe sind unter anderem fehlende Wasserzeiten im Unterricht, geschlossene Bäder und lange Wartelisten bei Schwimmkursen. Die DLRG fordert deshalb mehr Investitionen in Schwimmbäder und einen stärkeren Fokus auf den Schwimmunterricht.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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