Wieder schneller als die Neo-Schwimmer
Lotta Steinmann siegt beim 14 km langen Wakenitzman

Die Wakenitz gilt wegen den grünen Ufervegetation auch als “Amazonas des Nordens”. Beim Wakenitzman schwamm am Sonntag erneut Lotta Steinmann am schnellsten durch den Fluss.

Peter Jacob Lotta Steinmann vor dem Start zum Wakenitzman.

Zweiter Start, zweiter Sieg für Lotta Steinmann beim Wakenitzman im hohen Norden. Nach 2020 setzte sich die Studentin aus Kiel am Sonntag erneut bei dem Langstreckenklassiker zwischen dem Ratzeburger See und Lübeck durch. In 3:09:08 Stunden war Steinmann auf der 14 Kilometer langen Strecke mehr als zwei Minuten schneller als vor einem Jahr. Als Zweiter erreichte Jonathan Lucht aus Lübeck nach 3:13:11 Stunden das Ziel. Dritter wurde der Flensburger Sören Levsen in 3:14:54 Stunden. Insgesamt kamen 44 Einzelschwimmerinnen und Einzelschwimmer ins Ziel, hinzu kamen 41 2er- und 4er-Staffeln. “Der Wettkampf bringt durch die schöne Strecke in der Natur und wegen der guten Organisation immer wieder viel Spaß”, sagte die Siegerin, die erst vor zwei Wochen beim ebenfalls 14 Kilometer langen Kieler Lighthouse Swim alle Männer und Frauen hinter sich gelassen hatte.

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Peter Jacob Die Wakenitz wird auch als Amazonas des Nordens bezeichnet.

Regen und Wind

Das Rennen begann in Rothenhusen an der Spitze des Ratzeburger Sees zwar mit Wolken am Himmel aber ansonsten guten Bedingungen. Bei kaum vorhandenen Wellen ging es zügig los, und schon bald bildete sich eine kleine Spitzengruppe von sieben Schwimmerinnen und Schwimmern. Die Gruppe hielt jedoch nur wenige Hundert Meter, dann zog sich das Feld immer weiter in die Länge. “Nach 500 Metern wurden die Schwimmer in meinem Sichtfeld immer weniger und nach etwa zwei Kilometern konnte ich mich nach vorn absetzen”, berichtete Steinmann swim.de. Anders als die meisten ihrer Rivalen verzichtetet die 21-Jährige wie letztes Jahr auf einen wärmenden Neoprenanzug und schwamm stattdessen in einem langbeinigen Freiwasseranzug. “Bei einer Wassertemperatur von 17 Grad Celsius fand ich es geradeso noch in Ordnung, ohne Neo unterwegs zu sein.”

Als nach rund 60 Minuten Regen einsetzte, störte das die Athleten im Wasser weniger als die Paddler, die jeden Schwimmer und jeder Schwimmerin einzeln begleiteten. Jedenfalls empfand es Steinmann so, die dafür gegen Ende des Rennens vom deutlich spürbaren Gegenwind ausgebremst wurde. “Für die ersten sieben Kilometer benötigte ich 1:30 Stunden und für die zweite Hälfte durch die Bedingungen deutlich länger”, sagte sie. In 3:09:08 Stunden gelang der Rekordhalterin im Fehmarnbelt dennoch ein starkes Resultat.

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