Weltrekord und 14-mal Edelmetall
DLRG-Rettungsschwimmer erfolgreichstes Team bei World Games

Nachdem die deutschen Rettungsschwimmer schon am ersten Wettkampftag der World Games erfolgreich waren, legten sie am Montag mit sechs ersten und drei dritten Plätzen nach. Die Frauen stellten in der 4 x 50-Meter-Gurtretterstaffel einen Weltrekord auf.

DLRG/Denis Foemer

Die deutsche Nationalhymne war kaum verklungen, da wurde sie am zweiten Wettkampftag der Rettungsschwimmer bei den World Games im amerikanischen Birmingham schon wieder angestimmt. Acht Wettkämpfe standen auf dem Programm, sechs Gold- und drei Bronzemedaillen sicherte sich das Team der DLRG am Montag. Für ein Highlight sorgte zum Abschluss des Tages die Staffel der Frauen. In der 4 x 50 Meter Gurtretterstaffel stellten sie einen neuen Weltrekord auf.

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Erfolgreichste deutsche Athletin war die 19-jährige Nina Holt. Nachdem sie bereits am ersten Wettkampftag mit einer Gold- und einer Bronzemedaille geglänzt hatte, legte sie am Montag nach. Über 50 Meter Retten einer Puppe schlug sie vor der Italienerin Helene Giovanelli und Teamkollegin Kerstin Lange als Erste an. Als Schwimmerin der Staffel über 4 x 25 Meter Retten einer Puppe und in der Weltrekord-Staffel erkämpfte sie zwei weitere Goldmedaillen. Die deutschen Männer standen den Frauen in nichts nach, über 50 Meter Retten einer Puppe durfte sich das Team ebenfalls über zwei Medaillen freuen. Titelverteidiger Danny Wieck ließ die starke Konkurrenz hinter sich und schwamm bei seinem letzten Einzelrennen souverän zur Goldmedaille, den dritten Platz sicherte sich Joshua Perling, der seine Karriere nach den World Games ebenfalls beenden wird.

Glück und Pech nah beieinander

Nach seiner Bronzemedaille am ersten Wettkampftag, über die er sich nicht so richtig freuen konnte, hat auch Tim Brang einen versöhnlichen Abschluss der World Games gefunden. Als schnellster Athlet gesetzt, bewies er seine Favoritenstellung und erkämpfte sich souverän die Goldmedaille im Rennen über 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter. Dabei schwimmen die Athleten 50 Meter mit Flossen und Gurtretter, an der Wende müssen sie den Gurt einer Puppe umlegen und diese ins Ziel ziehen. “Mein Ziel nach gestern war klar, da konnte ich mich ja nicht so richtig belohnen. Das habe ich dann heute nachgeholt”, sagte Brang. Pech hingegen hatte Undine Lauerwald. Die Schwimmerin der DLRG Halle-Saalekreis lag an der Wende in Führung, konnte die Puppe allerdings nicht richtig aufnehmen und schied aus.

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Ein fehlerfreies Rennen zeigten die deutschen Frauen in der 4 x 50 Meter Gurtretterstaffel. Bei diesem technisch anspruchsvollen Rennen schwimmt die erste Athletin 50 Meter Freistil und übergibt an eine Schwimmerin, die mit Flossen 50 Meter taucht. Anschließend schwimmt das dritte Staffelmitglied 50 Meter Freistil mit Gurtretter und übergibt das Rettungsgerät nach Anschlag an der Wand an die Schlussschwimmerin, die mit Flossen ihre Vorgängerin am Gurtretter 50 Meter bis ins Ziel schleppt. Nina Holt, Kerstin Lange, Vivian Zander und Undine Lauerwald zeigten ein beherztes Rennen ohne technische Fehler und wurden am Ende vor den mitfavorisierten Italienerinnen mit dem ersten Platz und einem neuen Weltrekord (1:35,82 Minuten) belohnt. Die Männerstaffel mit Danny Wieck, Fabian Thorwesten, Fabian Ende und Jan Malkowski hatte dem starken Schlusssprint der ungarischen Mannschaft nichts entgegenzusetzen und beendete die Wettkämpfe der deutschen Rettungsschwimmer nach 1:27,48 Minuten mit einer Bronzemedaille. “Ich bin nach unserer Gurtretterstaffel zwar etwas enttäuscht, hatte mir da mehr erhofft. Das ist schade, aber es war hier trotzdem ein großartiger Wettkampf mit einem großartigen Team”, sagte Jan Malkowski. Insgesamt erschwammen die deutschen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer bei den World Games neun Gold- und fünf Bronzemedaillen.

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