Dienstag, 23. April 2024

8 x Gold | Michael Phelps vollbringt, was bisher niemand geschafft hat

Bei den Olympischen Spielen 2008 schrieb Michael Phelps Schwimmgeschichte. Als bisher einziger Schwimmer gewann er acht olympische Goldmedaillen bei einem Event.

Frank Wechsel / spomedis

Michael Phelps gilt als der erfolgreichste Schwimmer aller Zeiten. In seiner Karriere gewann er 28 olympische Medaillen, 23 davon in Gold. Dazu kommen 26 WM-Titel, sechs WM-Silbermedaillen und einmal Bronze. Geschichte schrieb der Amerikaner bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, als er bei acht Wettkämpfen hinter den Startblock trat und am Ende mit acht Goldmedaillen die Heimreise antrat. Keinem anderen Schwimmer ist das bisher gelungen, weder vor Phelps noch danach. Seine achte und damit letzte Medaille in Peking gewann Michael Phelps heute vor 15 Jahren am 17. August 2008.

Michael Phelps Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2008

StreckeZeitDatum
400 m Lagen4:03,84 (WR)10.08.2008
4 x 100 m Freistil3:08,24 (WR)11.08.2008
200 m Freistil1:42,96 (WR)12.08.2008
200 m Schmetterling1:52,03 (WR)13.08.2008
4 x 200 m Freistil6:58,56 (WR)13.08.2008
200 m Lagen1:54,23 (WR)15.08.2008
100 m Schmetterling50,5816.08.2008
4 x 100 m Lagen3:29,34 (WR)17.08.2008

In fünf Einzelrennen und drei Staffeln startete Phelps an den acht Wettkampftagen in der chinesischen Metropole. Mit Vorläufen, Halbfinals und Endläufen hatte er ein straffes Programm zu bewältigen. Dabei schwamm der damals 23-Jährige zu vier Einzelweltrekorden, an drei weiteren internationalen Bestmarken war er als Staffelschwimmer beteiligt. Einzig im Rennen über 100 Meter Schmetterling, das er mit einer Hundertstelsekunde vor dem Serben Milorad Čavić für sich entschied, verpasste er den Rekord. In Peking schwamm Phelps auch zum Weltrekord über 400 Meter Lagen. Von all den Bestmarken des Amerikaners sollte diese am längsten Bestand haben. Erst bei den Weltmeisterschaften in diesem Jahr schaffte es ein Athlet, schneller zu schwimmen. Der Franzose Léon Marchand, Schützling von Phelps‘ langjährigem Coach Bob Bowman, unterbot die Weltrekordzeit um 1,34 Sekunden. Für seine herausragende Leistung erhielt Phelps in einem Deal mit seinem Sponsor Speedo einen Bonus von einer Million US-Dollar, die der Schwimmstar nach den Spielen spendete.

Vier Medaillen in Rio de Janeiro

Nach den Spielen sagte Phelps, dass er nie wieder bei Großveranstaltungen in acht Wettkämpfen antreten wolle. Bei den olympischen Wettkämpfen vier Jahre später in London verzichtete er auf einen Start über 200 Meter Freistil, sieben Rennen standen aber immer noch auf seinem Programm, sechs Medaillen sprangen dabei heraus.

Seine Karriere beendete er nach den Spielen in London zunächst, nur um zwei Jahre später sein Comeback zu geben. Der letzte internationale Wettkampf des Amerikaners waren schließlich die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016. Dort schwamm er über 200 Meter Schmetterling, 200 Meter Lagen sowie als Teil der amerikanischen Staffeln über 4 x 100 Meter Lagen, 4 x 100 Meter Freistil und 4 x 200 Meter Freistil zu seinen olympischen Goldmedaillen Nummer 19 bis 23.

Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.