Der Armzug entscheidet über Tempo und Effizienz. Vermeide diese fünf typischen Fehler und hole mit derselben Kraft deutlich mehr Geschwindigkeit aus jedem Zug.
Der Armzug ist der Motor beim Kraulschwimmen. Rund 80 Prozent des Vortriebs entstehen durch die Arme – umso wichtiger ist eine saubere Technik. Dennoch schleichen sich selbst bei geübten Schwimmern häufig Fehler ein, die Geschwindigkeit kosten und gleichzeitig den Kraftaufwand erhöhen. Oft bleiben diese Fehler lange unbemerkt, weil sie sich im Bewegungsablauf eingeschlichen haben und sich „normal“ anfühlen.
Besonders problematisch ist, dass sich kleine technische Ungenauigkeiten bei jedem einzelnen Zug wiederholen. Wer im Training 1.000 Armzüge macht, summiert jeden Fehler tausendfach. Schon kleine Korrekturen können deshalb einen spürbaren Unterschied machen, sowohl bei der Geschwindigkeit als auch beim Energieverbrauch. Dabei geht es nicht darum, jeden Zug künstlich zu kontrollieren oder möglichst viel Kraft ins Wasser zu bringen. Entscheidend ist vielmehr, den Widerstand des Wassers möglichst effektiv zu nutzen und den Druck über Hand und Unterarm aufzubauen. Ein technisch sauberer Zug fühlt sich deshalb häufig sogar leichter an als ein hektischer, kraftvoller Armzug.
Fünf Fehler mit großer Wirkung
Der häufigste Fehler beginnt bereits nach dem Eintauchen der Hand. Viele Schwimmer drücken den Arm sofort nach unten, anstatt zunächst Wasser zu fassen und den Unterarm aufzurichten. Dadurch geht wertvolle Antriebsfläche verloren. Ziel sollte sein, Hand und Unterarm möglichst früh als eine große „Paddelfläche“ einzusetzen und das Wasser nach hinten zu drücken – nicht nach unten.