Ramon Klenz schwimmt jetzt Freiwasser und gewinnt im „Amazonas des Nordens“

14 Kilometer, trübes Wasser, dichter Pflanzenbewuchs und mehr als drei Stunden im Freiwasser: Ramon Klenz hat den Wakenitzman bei seinem ersten Start gewonnen. Der frühere Europameister bewältigte den „Amazonas des Nordens“ in 3:07:28 Stunden.

WakenitzMan 2019
Fania Tschepe Beim Wakenitzman werden die Schwimmerinnen und Schwimmer von Kajaks und Kanus begleitet.

Ramon Klenz hat seinem Schwimmleben ein neues Kapitel hinzugefügt. Der 28-Jährige, einst Europameister über 200 Meter Schmetterling auf der Kurzbahn, hat den 31. Wakenitzman gewonnen. Für die 14 Kilometer von Rothenhusen bis zum Lübecker Naturbad Falkenwiese benötigte der Leipziger am vergangenen Sonntag 3:07:28 Stunden. Damit verwies er Maximilian Klein aus Korschenbroich (3:14:55) sowie Malte Gerlach (3:44:46) auf die Plätze zwei und drei.

Der Ausflug Freiwasser scheint dem ehemaligen Nationalschwimmer bestens zu bekommen. „Es hat sich schon sehr gut angefühlt am Start“, sagte Klenz nach seinem Premierenauftritt. Zwar machten sich unterwegs ein bis zwei kleinere Wehwehchen bemerkbar, doch gemeinsam mit seinem Begleiter Moritz Rudolph bekam er die Probleme in den Griff. Am Ende schwamm Klenz souverän in einer starken Zeit unter drei Stunden bis ins Ziel. Am Rekord von Jan Gräfe (2:27:33 Stunden) konnte Klenz nicht rütteln.

Trübes Wasser

Leicht macht es die Wakenitz den Teilnehmern allerdings nicht. Der 14 Kilometer lange Kurs führt durch eine wechselhafte Wasserlandschaft. Während der Abschnitt zwischen Rothenhusen und Müggenbusch vergleichsweise klares Wasser bot, wurde es Richtung Lübeck trüber und der Pflanzenbewuchs nahm zu. Nicht umsonst trägt die Strecke den Spitznamen „Amazonas des Nordens“.

Frank Wechsel / spomedis Ramon Klenz verbesserte 2018 den damals 32 Jahre alten deutschen Rekord von Michael Groß über 200 Meter Schmwetterling.

Auch die Länge fordert ihren Tribut. Die Veranstalter von Tri-Sport Lübeck hatten vor dem Rennen mehr als 210 Schwimmerinnen und Schwimmer für Einzelrennen sowie Zwei- und Viererstaffeln gemeldet. Jeder Teilnehmer wurde von einem Boot begleitet, zusätzlich war die DLRG im Einsatz. Die Begleiter sorgen für Orientierung und können im Notfall schnell eingreifen.

Bei den Frauen setzte sich Bettina Lange durch. Die 57-Jährige aus Bargteheide erreichte das Ziel nach 3:26:13 Stunden und feierte damit ihren ersten Sieg beim Wakenitzman. Zuvor war sie bei ihren drei Starts jeweils Zweite geworden. Daniela Reusch (3:44:57) und Eve Adam (3:48:39) komplettierten das Podium.

In den Staffeln gingen die Siege an die „Flinken Fische“ (Zweier, 3:31:58) sowie „Lia Rettet Uns“ (Vierer, 3:25:05).

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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