Rückwärtsschwimmen ist eine tolle Übung für mehr Wassergefühl und bessere Koordination. Aber sie hat es in sich.
Haie und Delfine stehen hoch im Kurs, wenn wir Schwimmer an unsere tierischen Vorbilder denken. Scheinbar mühelos sausen diese Superschwimmer durch die Ozeane, mit harmonischen Flossenbewegungen schweben sie elegant und schnell durchs Wasser. Doch wusstest du, dass weder Haie noch Delfine in der Lage sind, rückwärts zu schwimmen? Es klingt absurd und ist trotzdem wahr: 24 Stunden am Tag machen sie nichts anderes als schwimmen, und dennoch ist es ihnen nicht vergönnt, einmal im Leben in die entgegengesetzte Richtung zu schwimmen. Dasselbe gilt für Wale und die meisten Fische. Nur Tiere, die sich wellenartig fortbewegen, schaffen das. Aale zum Beispiel.
– Link zum Facebook-Video: Philip Heintz schwimmt rückwärts
Koordination und Gefühl
Woran liegt das? Vielleicht hat es Mutter Natur einfach nicht vorgesehen, Haie und Delfine rückwärts schwimmen zu lassen. Oder sie schwimmen vorwärts einfach so gut, dass sie es nicht nötig haben. Für uns Menschen ist die Technikübung „Rückwärtsschwimmen“ nämlich eine Möglichkeit, bessere Vorwärtsschwimmer zu werden. Dazu bedarf es allerdings etwas Geduld, denn Rückwärtsschwimmen zählt eindeutig zu den schwierigeren Technikübungen und verlangt im Training etwas Hartnäckigkeit. Hinzu kommt, dass sich der Sinn dieser Übungen nicht jedem sofort erschließt, denn gerade zu Beginn kann leicht das Gefühl aufkommen, man befände sich zum ersten Mal überhaupt im Wasser. Selbst erfahrene Athleten fangen dann wieder bei null an.