65 Hai-Attacken weltweit, neun davon tödlich: Die Statistik für 2025 zeigt ein unauffälliges Jahr trotz eines leichten Anstiegs bei den Todesfällen.
Die Zahl der weltweiten Hai-Attacken hat sich im Jahr 2025 wieder auf einem durchschnittlichen Niveau eingependelt. Nach Angaben des International Shark Attack File (ISAF) am Florida Museum of Natural History wurden weltweit 65 unprovozierte Haiangriffe registriert. Damit liegen die Zahlen leicht unter dem Zehnjahresmittel von rund 72 Fällen pro Jahr, aber deutlich über dem außergewöhnlich ruhigen Jahr 2024, als lediglich 47 Attacken registriert wurden.
Neun Attacken endeten 2025 tödlich, was über dem langjährigen Durchschnitt von etwa sechs Todesfällen pro Jahr liegt. Im Jahr zuvor waren weltweit lediglich vier Menschen durch Hai-Angriffe gestorben. Der Shark Attack File fokussiert auf unprovozierte Angriffe, bei denen vom Menschen kein Kontakt mit dem Tier gesucht wurde. Nicht in die Statistik fließen Vorfälle ein, die sich etwa beim Hochseefischen ereigneten.
Jährliche Hai-Attacken seit 1996
| Jahr | Attacken | Todesfälle |
|---|---|---|
| 1996 | 52 | 4 |
| 1997 | 50 | 8 |
| 1998 | 47 | 5 |
| 1999 | 58 | 7 |
| 2000 | 79 | 11 |
| 2001 | 68 | 4 |
| 2002 | 63 | 3 |
| 2003 | 57 | 4 |
| 2004 | 61 | 7 |
| 2005 | 61 | 4 |
| 2006 | 62 | 4 |
| 2007 | 71 | 5 |
| 2008 | 64 | 4 |
| 2009 | 63 | 10 |
| 2010 | 73 | 6 |
| 2011 | 75 | 10 |
| 2012 | 74 | 7 |
| 2013 | 72 | 10 |
| 2014 | 73 | 3 |
| 2015 | 98 | 6 |
| 2016 | 81 | 4 |
| 2017 | 88 | 5 |
| 2018 | 66 | 4 |
| 2019 | 64 | 2 |
| 2020 | 57 | 10 |
| 2021 | 73 | 9 |
| 2022 | 57 | 5 |
| 2023 | 69 | 10 |
| 2024 | 47 | 4 |
| 2025 | 65 | 9 |
| Durchschnitt | 72 | 6 |
USA vor Australien, und ein Fall in Europa
Regional betrachtet bleiben die USA das Land mit den meisten Vorfällen. Insgesamt wurden dort 25 Attacken gezählt, was rund 38 Prozent des weltweiten Aufkommens entspricht. Innerhalb der USA führt der Bundesstaat Florida das Ranking mit elf registrierten Bissen an.
An zweiter Stelle folgt Australien mit 21 Angriffen. Bemerkenswert ist hier die höhere Zahl schwerer und tödlicher Verläufe, die unter anderem mit dem Vorkommen großer Haiarten wie Weißem Hai, Tigerhai und Bullenhai in Verbindung gebracht wird. Fünf Hai-Begegnungen endeten tödlich. „Wären diese Bisse irgendwo anders als in Australien passiert, hätte es wahrscheinlich deutlich mehr Todesopfer gegeben“, sagen die Forscher. „Die Strandsicherheit dort ist unübertroffen. Innerhalb weniger Minuten sind Hubschrauber in der Luft, um sofort zu reagieren.“
Insgesamt geringes Risiko
Ein Vorfall ereignete sich in Europa, genauer vor der Küste der Kanarischen Inseln, als ein britischer Surfer von einem Hai ins Bein gebissen wurde. Trotz einer tiefen Wunde im Oberschenkel schaffte es der Mann, das Ufer zu erreichen, wo er ärztlich versorgt werden konnte.
Im längerfristigen Vergleich zeigt sich: Die jährlichen Schwankungen bei Hai-Attacken sind erheblich und hängen stark von Umweltbedingungen sowie der Zahl der Menschen im Wasser ab. Während 2024 ein Ausreißer nach unten war, bewegt sich 2025 wieder im Rahmen der üblichen Bandbreite.
Grundsätzlich bleibt das Risiko gering. Selbst in Jahren mit höheren Fallzahlen sind Hai-Angriffe außergewöhnliche Ereignisse – insbesondere im Vergleich zu anderen Gefahren im Wasser.