Die Weltmeisterschaften auf der Kurzbahn finden dieses Jahr mit einem neuen Modus statt.
Bei den diesjährigen Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (1.–6. Dezember) wird ein neuer Modus getestet. Sowohl in den Halbfinals als auch in den Endläufen sollen erstmals alle zehn Bahnen im Pool zum Einsatz kommen. Dies gab der Weltverband World Aquatics bekannt. Die Zahl der Finalistinnen und Finalisten erhöht sich damit von traditionell acht auf zehn. Für das Halbfinale qualifizieren sich jetzt die besten 20 statt bisher 16. Die neuen Regeln gelten für alle Einzelstrecken zwischen 50 und 400 Metern. Die Langstreckenrennen über 800 und 1.500 Meter sowie die Staffeln finden wie bisher mit jeweils acht Final-Teilnehmern statt.
Neue Wildcard für die WM
Der Testdurchlauf ist zunächst ausschließlich für die Kurzbahn-WM 2026 geplant. Über weitere Details, etwa den Umgang bei Zeitgleichheit, informierte der Verband in seiner Mitteilung nicht. Zwar gibt es bei Zeitgleichheit normalerweise ein Ausschwimmen um den letzten Finalplatz. In der Vergangenheit kam es aber auch vor, dass eine neunte Bahn genutzt wurde. Etwa weil ein Ausschwimmen aus zeitlichen Gründen nicht möglich war oder eine unzumutbare zusätzliche Belastung der Athleten bedeutet hätte.
„Das neue Konzept wird es mehr Schwimmern ermöglichen, an der WM teilzunehmen und sich für die Halbfinals und die Finals zu qualifizieren“, sagte World-Aquatics-Präsident Husain Al Musallam. Der Verband kündigte außerdem die Einführung einer Wildcard an, die im Rahmen des Schwimm-Weltcups erworben werden kann. Über diesen Weg soll sich jede Nation bis zu drei zusätzliche Startplätze für die WM sichern können. Der Weltcup wird im Oktober mit drei Stationen in Baku (Aserbaidschan), Taschkent (Usbekistan) und Astana (Kasachstan) auf der 25-Meter-Bahn ausgetragen.