Donnerstag, 23. Mai 2024

5 Dinge, die „Nicht“-Schwimmer einfach nicht verstehen können

Frei nach einem bekannten Fußballspruch könnte man sagen: „Jede Sportart hat ihre eigenen Gesetze“. Das ist im Schwimmen nicht anders als beim Handball, Skifahren oder Turnen.

Intervalltraining
Frank Wechsel / spomedis Schwimmerinnen und Schwimmer sprechen ihre eigene Sprache.

Wir geben zu, es gibt Aspekte beim Schwimmen, die klingen für Außenstehende vielleicht sonderbar. Aber wir finden sie ganz normal. Zum Beispiel diese.

#1: Nach zwei Wochen ohne Training fühlen wir uns wie Nichtschwimmer

Freunde und Bekannte sehen vielleicht keinen Unterschied, aber wenn wir nach einem Urlaub das erste Mal ins Wasser springen, schwimmen wir nicht nur langsamer, es fühlt sich auch alles ganz komisch an. Die Arme wollen nicht wie wir und nach 50 Metern sind wir platt. Das Gefühl für den Abdruck ist weg und die Fitness sowieso – glauben wir jedenfalls und stellen uns in der Trainingsgruppe erst mal hinten an.

#2: Chlorgeruch? Welcher Chlorgeruch?

Als Schwimmerinnen und Schwimmer riechen wir nach Chlor. Punkt. Ganz gleich, wie oft wir uns duschen oder ob wir spezielles Anti-Chlor-Shampoo benutzen. Den Geruch werden wir nicht los und gelegentlich bekommen wir das auch zu hören: „Du riechst nach Chlor!“ Das Lustige dabei ist, dass die meisten von uns scheinbar immun gegen Chlorgeruch geworden sind. Wir bemerken ihn gar nicht mehr, es sind nur die anderen, die etwas riechen.

#3: Schwimmen wird uns nie langweilig

„Ist es nicht langweilig, immer nur hin- und herzuschwimmen?“ Wie oft haben wir diese Frage schon gehört? Die Antwort: NEIN! Es gibt so viel zu tun im Wasser, wir achten auf die Technik, denken uns spannende Serien aus (Trainingsserien, nicht für Netflix!) oder schalten komplett ab, um den Kopf frei zu kriegen. Und am Ende des Trainings fragen wir uns: Ist die Zeit tatsächlich schon wieder rum?

#4: Wir meckern, aber wir lieben es

Wohl jeder Schwimmer hat sich bei seinen Freunden schon einmal über sein schweres Schicksal beschwert: die vielen Trainingsstunden, das kalte Wasser, das Aufstehen am frühen Morgen, die unglaublich fiese Trainingsserie gestern und das schwierige Einschlafen danach. Doch geben wir es zu: Wir lieben es! Wir lieben das Wasser, die Anstrengung und alles, was dazu gehört, und wenn wir die Wahl haben, springen wir lieber heute als morgen wieder in unser Element.

#5: Ja, Schwimmwettkämpfe können seeehr lange dauern

Ein Marathon dauert drei bis fünf Stunden und ein Fußballspiel mit Halbzeitpause und Nachspielzeit etwa 120 Minuten. Gegen einen Schwimmwettkampf ist das nichts. Es gibt Veranstaltungen, die beginnen morgens um acht mit dem Einschwimmen und enden abends um 20 Uhr mit dem letzten Finale. Dazwischen absolvieren wir mehrere Rennen, die in der Summe oft keine fünf Minuten lang sind. Ob sich das lohnt? Auf jeden Fall! Vielleicht nicht jedes Wochenende, aber zwei- oder dreimal im Jahr brauchen wir die totale Fokussierung auf unsere Rennen.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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