Florian Wellbrock triumphiert nach seinem EM-Erfolg über 10 Kilometer auch über die halbe Distanz.
Deutschlands Freiwasser-Ass Florian Wellbrock drückt den Schwimm-Europameisterschaften in Paris seinen Stempel auf. Der Magdeburger gewann nach den 10 Kilometern gestern auch die 5 Kilometer. Für seinen Erfolg in der 26 Grad warmen Seine benötigte er am Mittwochmorgen 55:40,25 Minuten. Silber sicherte sich wie gestern David Bethlehem aus Ungarn mit zwei Sekunden Rückstand. Italiens Schwimmstar Gregorio Paltrinieri wurde Dritter.
Der Frankfurter Oliver Klemet konnte diesmal nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Er kam fast eine Minute nach dem Sieger ins Ziel und belegte den zehnten Platz. Im Rennen der Frauen wurde Julia Ackermann mit 46 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Ginevra Taddeucci als 13. ins Ziel. Taddeucci holte damit wie Wellbrock bereits ihr zweites Gold in Paris. Silber gewann Viktoria Mihalyvari aus Ungarn, Bronze sicherte sich die Italienerin Barbara Pozzobon. Fabienne Wenske war nicht zum Rennen angetreten.
Vor einem Jahr krönte sich Wellbrock in Singapur zum ersten Vierfach-Weltmeister in der Geschichte des Freiwasserschwimmens. Aktuell sieht es so aus, als könnte er diesen Erfolg auf europäischer Ebene wiederholen. Nach zwei Rennen in Paris hat der 28-Jährige bereits zwei Goldmedaillen auf dem Konto.
Wellbrock macht es wieder von vorn
Wie am Dienstag schwamm Wellbrock das Rennen fast komplett von vorn. Nur auf der ersten Geraden nach dem Start übernahm Teamkollege Klemet die Führungsarbeit. Danach kontrollierte der groß gewachsene Wellbrock das Geschehen. Kurz vor Beginn der letzten Runde erhöhte er das Tempo und setzte sich zusammen mit Bethlehem und dem Franzosen Sacha Velley etwas ab. Am Ende ließ der Deutsche seinem ungarischen Herausforderer im Schlussspurt erneut keine Chance. Velly wurde auf der Zielgeraden noch von Paltrinieri überspurtet und wurde Vierter.
Für Wellbrock sind es die ersten Freiwasser-Goldmedaillen bei Europameisterschaften. Bereits nach den 10 Kilometern erklärte er, wie viel ihm das Edelmetall bedeutet. „Ich bin Olympiasieger und mehrfacher Weltmeister, nur diese Medaille hat mir noch gefehlt. Dieses Puzzleteil nun zu haben für das Gesamtbild, das bedeutet mir sehr, sehr viel“. Der Schwimmstar wiederholte zudem, dass er mit Paris noch eine Rechnung offen gehabt habe. Vor zwei Jahren waren die Olympischen Spiele in der französischen Hauptstadt für ihn enttäuschend verlaufen. Im Freiwasser wurde er Achter, in den Pool-Wettbewerben verpasste er jeweils das Finale.
EM 2026 | 5 Kilometer, Männer
5. August 2026 in Paris (Frankreich)| Platz | Name | Zeit |
|---|---|---|
| Gold | Florian Wellbrock (Deutschland) | 55:40,25 |
| Silber | David Bethlehem (Ungarn) | + 2,37 |
| Bronze | Gregorio Paltrinieri (Italien) | + 4,51 |
| 4 | Marcello Guidi (Italien) | + 11,25 |
| 5 | Sacha Velly (Frankreich) | + 14,21 |
| 6 | Domenico Acerenza (Italien) | + 14,67 |
| 7 | Kristof Rasovszky (Ungarn) | + 15,56 |
| 8 | Athanasios Kynigakis (Griechenland) | + 22,25 |
| 9 | Luca Karl (Österreich) | + 48,39 |
| 10 | Oliver Klemet (Deutschland) | + 53,75 |