DLRG warnt trotz Mitgliederrekord: Marode Bäderlandschaft gefährdet Schwimmausbildung

Die DLRG verzeichnet über 640.000 Mitglieder. Doch fehlende Wasserzeiten und marode Bäder bremsen die Schwimmausbildung vielerorts aus.

DLRG / Daniel-André Reinelt Eine Schwimmlehrerin der DLRG bei der Schwimmausbildung.

Noch nie waren so viele Menschen in der DLRG. Zum 31. Dezember 2025 zählte die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt 642.082 Mitgliedschaften. Das sind 14.936 mehr als im Vorjahr, ein Plus von 2,3 Prozent. Mit Ausnahme der Corona-Jahre setzt sich damit der positive Trend fort.

Besonders stark ist der Verband bei den Kindern und Jugendlichen. Erstmals gehören mehr als 200.000 Kinder bis zwölf Jahre zur DLRG, insgesamt sind 49 Prozent der Mitglieder jünger als 18 Jahre. Hintergrund ist die große Nachfrage nach Schwimmkursen in dieser Altersklasse. Allerdings seien vielerorts die Angebote komplett ausgelastet. „Unsere Ortsgruppen wären oft in der Lage, sich noch stärker für das Schwimmenlernen einzubringen“, sagt DLRG-Präsidentin Ute Vogt. „Die marode Bäderlandschaft hängt wie ein Damoklesschwert über der Schwimmausbildung – und auch der Rettungsschwimmausbildung.“

Austausch mit der Bundesregierung

Die zentralen Probleme seien laut DLRG fehlende Wasserzeiten und sanierungsbedürftige Schwimmbäder. Hier sieht der Verband dringenden Investitionsbedarf. Gemeinsam mit dem Deutschen Schwimm-Verband stehe man zudem mit dem Bundeskanzleramt im Austausch, um die Initiative „Deutschland lernt Schwimmen“ voranzubringen. Bis 2029 sollen für das Modellvorhaben 20 Millionen Euro bereitgestellt werden. Zusätzlich stellt der Bund in diesem Jahr 250 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung.

In allen 18 Landesverbänden stiegen die Mitgliederzahlen. Besonders stark fiel das Wachstum in Hamburg (+8,7 %), Berlin (+4,5 %) und Brandenburg (+5,5 %) aus.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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