Die International Swimming Hall of Fame (ISHOF) ehrt 2026 wieder herausragende Persönlichkeiten der Schwimmwelt – darunter vier Legenden aus dem Becken- und Freiwasserschwimmen.
Nathan Adrian, Ranomi Kromowidjojo, László Cseh und Ferry Weertman sowie sieben weitere Persönlichkeiten aus dem Schwimmsport werden dieses Jahr in die International Swimming Hall of Fame aufgenommen. Das gab die ISHOF bekannt. Die feierliche Zeremonie findet am 16. Mai in Fort Lauderdale (USA/Florida) statt.
Mit Nathan Adrian ist einer der erfolgreichsten Freistilsprinter der letzten Jahrzehnte nominiert. Der 37-jährige US-Amerikaner gewann 2012 Olympiagold über 100 Meter Freistil und triumphierte bei den Spielen in London und Rio dreimal mit der Staffel. Insgesamt gewann Adrian sieben Olympiamedaillen (4 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze) und wurde sechsmal Weltmeister.
Auf drei olympische Gold- und eine Silbermedaille brachte es Ranomi Kromowidjojo. Die Niederländerin machte 2012 in London wie Britta Steffen vier Jahre zuvor den Doppeltriumph über 50 und 100 Meter Freistil perfekt. Zudem holte sie bereits 2008 Gold mit der niederländischen Staffel über 4 x 100 Meter Freistil (NED). Über viele Jahre zählte Kromowidjojo zu den prägendsten Schwimmerinnen auf der Kurzbahn.
Freiwasserschwimmer Ferry Weertman gelang als erstem das Kunststück, sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei Weltmeisterschaften Gold über 10 Kilometer zu holen. Der heute 33-Jährige prägte in seiner Karriere eine erfolgreiche Taktik: Oft schwamm der Niederländer hinterher, um am Ende mit dem stärksten Endspurt doch den Sieg einzufahren. 2015 gewann Weertman bei den offenen Deutschen Freiwassermeisterschaften im Bodensee ebenfalls Gold.
Auch ohne Olympiasieg ist László Cseh eine absolute Schwimm-Legende. Der vielseitige Ungar war vor allem als Lagen- und Schmetterlingsschwimmer erfolgreich. Insgesamt gewann er sechs Olympiamedaillen (4 x Silber, 2 x Bronze) und wurde 33-mal Europameister. Ohne einen Michael Phelps, der auf den gleichen Strecken unterwegs war und meistens als Erster im Ziel, wäre Cseh wohl einer der erfolgreichsten Schwimmer überhaupt geworden.
Aufgenommen in die Hall of Fame wird mit Richard Burns auch ein Mastersschwimmer. Der US-Amerikaner nahm zwischen der AK30 und der AK80 in allen elf Altersklassen an Wettkämpfen teil und stellte dabei insgesamt 97 Weltrekorde in Einzeldisziplinen auf. 13 Goldmedaillen gewann Burns bei den Masters-Weltmeisterschaften. Hinzu kommen weitere Erfolge als Staffelschwimmer.
Die ebenfalls geehrte Béatrice Hess gewann bei den Paralympics 25 Medaillen, davon 20 in Gold. Die Französin startete über 20 Jahre hinweg bei den Paralympics und gilt als erfolgreichste Para-Sportlerin ihres Landes.
Alle Nominierten der ISHOF-Klasse 2026:
- Nathan Adrian (USA) – Schwimmen
- László Cseh (Ungarn) – Schwimmen
- Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) – Schwimmen
- Ferry Weertman (Niederlande) – Freiwasserschwimmen
- Béatrice Hess (Frankreich) – Para-Schwimmen
- Richard Burns (USA) – Masters-Schwimmen
- Tania Cagnotto (Italien) – Wasserspringen
- Simone Fountain (Australien) – Wasserball
- Heather Simmons-Carrasco (USA) – Synchronschwimmen
- Jane Figueiredo (Simbabwe/Großbritannien/Russland) – Trainerin
- Stephen A. „Sid“ Cassidy (USA) – Förderer des Schwimmsports