Martins WM-Tagebuch | Freude und ein bisschen Ärger am Schlusstag

Die erste Schwimm-WM des Jahres findet vom 3. bis 9. Februar in Bled (Slowenien) statt, wenn die Winterschwimmer ins eiskalte Wasser gehen. Unser Autor Martin Tschepe ist mit dabei.

Letzter Tag der Winterschwimm-WM in Slowenien. Auf dem Programm stehen die Utrakurzstrecken: 25 Meter Freistil und die Staffeln über 4 x 25 Meter. Die Sonne lacht wieder vom Himmel, sieht aus wie Sommer. Das Wasser ist kalt, aber nicht kalt genug. Was nicht jedem schmeckt, denn die Rekorde zählen womöglich nicht.

Sie zählen vermutlich auch deshalb nicht, weil das Becken im Bleder See offenbar ein paar Zentimeter zu kurz ist. Das, sagen viele Routiniers, dürfe bei Weltmeisterschaften eigentlich nicht passieren. Für die Temperaturen kann niemand etwas. Aber ein 25-Meter-Becken sollte halt genau 25 Meter lang sein.

- Anzeige -

11,99 Sekunden für 25 Meter

Die meisten Schwimmer lassen sich ihre gute Laune trotzdem nicht nehmen. Auch Luka Turk nicht, der ehemalige slowenische Nationalschwimmer, der erst in diesem Winter das Eiswasser für sich entdeckt hat. Auf den langen Distanzen hat sich Turk schwer getan, aber die kurzen Strecken dominiert er. Über 25 Meter Freistil am WM-Tag fünf bringt Turk, der in einem Dorf ganz in der Nähe des Bleder Sees aufgewachsen ist, sagenhafte 11,99 Sekunden ins Wasser – die schnellste aller geschwommenen Zeiten.

Weltmeister werden über die 25 Meter Freistil unter anderem die Leipzigerin Alisa Fatum (SSV Leutzsch Team Aqua Sphere), Julia Wittig (Serwus Burghausen) und Markus Günthner (Serwus Burghausen).

- Anzeige -

Wandratsch gewinnt elf Medaillen

Mein Partner aus der Sportler-WG, Christof „Wandi“ Wandratsch, Gerrit Curcio, Tatiana Gavrilenkova und ich schwimmen zum Abschluss für das Team „Russia meets Germany“ in der Freistil-Staffel in der Wertung Ü200 auf Platz zwei. Vizeweltmeister – was für ein cooler Abschluss dieser WM, nur ganz knapp geschlagen von den schnellen Esten.

Privat Das erfolgreiche Team Deutschland in Bled.

Der Wandi ist happy – weil er eine gute Staffel zusammengestellt hat und weil er die meisten Medaillen von allen gut 1.000 WM-Schwimmern mit nach Hause nehmen kann: acht Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. Glückwunsch. Ich bin mit meiner WM auch happy: dreimal Vizeweltmeister, zweimal Dritter.

Wer auch mal im Eiswasser schwimmen will hat Ende Februar bei den Zollhaus Open in Sachsen die Gelegenheit

Erhalte Updates direkt auf dieses Gerät – abonniere jetzt.

Das könnte dir auch gefallen

Kommentar verfassen