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Hamburg, München, Berlin | Das kostet Schwimmen in Deutschland

Wer ins Schwimmbad gehen möchte, muss Eintritt bezahlen. Aber wo kostet der Badbesuch was? Wir geben einen (unvollständigen) Überblick.

Peter Jacob Die Alsterschwimmhalle in Hamburg erstrahlt nach der Sanierung in neuem Glanz. Das hat jedoch seinen Preis.

Schwimmbadeintritt ist nicht gleich Schwimmbadeintritt. Jeder Badbetreiber legt selbst fest, welche Tarife er anbietet und wie viel ein Besuch in der Anlage kostet. Ein Blick quer durch Deutschland verrät: Die Eintrittspreise in den Städten der Republik variieren stark. Nach einer Untersuchung des Urlaubsportals belvilla.de aus dem Februar 2023 koste ein Hallenbadbesuch im Durchschnitt 5,23 Euro. Am günstigsten sei demnach der Eintritt in Dortmund und Essen mit durchschnittlich 3,95 Euro. Am stärksten hingegen schlage ein Eintritt in Nürnberg auf den Geldbeutel. 8,50 Euro ermittelte das Portal als durchschnittlichen Preis für einen Schwimmbadbesuch, auf dem zweiten Platz liegt Hamburg mit 7,80 Euro.

Aber was bedeutet das für Schwimmer, die in einem öffentlichen Bad abends nach Feierabend (ab 18 Uhr) trainieren wollen? Das wollen wir herausfinden und gehen dabei davon aus, dass zwei Stunden für eine Trainingseinheit inklusive Duschen und Umziehen ausreichend sind. Wir haben uns in 10 großen deutschen Städten das jeweils bekannteste Bad ausgesucht und den Standardtarif für Erwachsene gewählt, der ein Zwei-Stunden-Fenster abdeckt. Natürlich bieten einige Betreiber auch kürzere Tarife oder Vergünstigungen über Wert- und Mehrfachkarten an. Für einen einzigen Besuch spielen diese jedoch in der Regel keine Rolle, weswegen wir an dieser Stelle darauf verzichten.

Berlin, Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark

Vielen Schwimmerinnen und Schwimmern dürfte die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin bekannt sein. Großen Wettkämpfe wie die Deutschen Meisterschaften, die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften oder der Weltcup finden traditionell in der Hauptstadt statt. Wird auf den zehn Bahnen des 50-Meter-Beckens nicht gerade um Zeiten, Titel und Medaillen geschwommen, steht die SSE der Öffentlichkeit zur Verfügung. 5,50 Euro kostet der Eintritt im Haupttarif.

Hamburg, Alsterschwimmhalle

Teurer ist es in Hamburg in der Alsterschwimmhalle. Nach einer Komplettsanierung ist das bekannteste Schwimmbad der Hansestadt seit Montag wieder geöffnet und bietet mehr Wasserfläche als vorher. Das hat jedoch seinen Preis, 8,70 Euro kostet der Eintritt für drei Stunden. Außerdem gibt es einen günstigeren Tarif für 90 Minuten (7,50 Euro), ein komplettes Training inklusive Duschen und Umziehen ist in dieser Zeit jedoch nur schwer schaffbar.

München, Olympiaschwimmhalle

Dort, wo Mark Spitz 1972 sieben olympische Goldmedaillen gewann, kann heute trainiert werden. 6,60 Euro kostet der Normaltarif in der Olympiaschwimmhalle in München, eine Zeitbegrenzung gibt es nicht. Wem 90 Minuten ausreichen, der zahlt 4,60 Euro.

Dortmund, Südbad

Günstiger ist der Eintritt im Dortmunder Südbad, eine Tageskarte kostet hier 4 Euro. Dafür kann man so lange wie man möchte, seine Bahnen im 50-Meter-Becken zurücklegen. Vorausgesetzt, es findet kein Wettkampf statt, dann ist das Bad geschlossen.

Bremen, Horner Bad

Im 50-Meter-Becken in der Halle oder auf 25 und 50 Meter im Freibad. Im Horner Bad in Bremen geht beides, die moderne Anlage wurde 2022 eröffnet. Auf Staffelungen bei den Eintrittspreisen verzichtet der Badbetreiber. 5 Euro kostet der Eintritt für Erwachsene, dafür gibt es keine Zeitbegrenzung.

Dresden, Schwimmhalle Freiberger Platz

Zwei 50-Meter-Becken, der Schwimmsportkomplex Freiberger Platz in Dresden bietet Schwimmerinnen und Schwimmern nahezu paradiesische Zustände. Das Ticketsystem ist flexibel und orientiert sich an der Besuchsdauer. Alle Badegäste zahlen den Basistarif für 1,5 Stunden, 4,50 Euro sind dafür fällig. Wer zwei Stunden schwimmen möchte, muss beim Verlassen des Bades am Automaten nachzahlen, 2 Euro kommen für die erste Stunde hinzu. Der Eintritt für unsere fiktive Trainingseinheit kostet in Dresden also 6,50 Euro.

Hannover, Stadionbad

In Hannover gibt es mit dem Stadionbad eine Schwimmhalle, die für Training, Wettkampf und hochklassige Wasserballspiele genutzt wird. Das große 50-Meter-Becken kann durch eine mobile Wand in zwei 25-Meter-Becken geteilt werden. Die Eintrittspreise für das Schwimmbad wurden seit 2018 nicht erhöht (oder nicht auf der Internetseite des Bades angegeben), Erwachsene zahlen für eine Einzelkarte 4,50 Euro, jedoch ohne zeitliche Begrenzung. Wem nach Feierabend 60 Minuten zum Schwimmen und Umziehen reichen, der kann für 3 Euro den Abendtarif in der letzten Stunde vor Badschließung nutzen.

Waldschwimmbad Rosenhöhe, Offenbach

In der Nähe von Frankfurt lockt das ehemalige Trainingsbad von Michael Groß. Im 50-Meter-Becken kann das ganze Jahr über trainiert werden. Die Öffnungszeiten im Sommer und Winter variieren, weswegen sich ein Blick auf ebendiese lohnt. Für Mitglieder des ansässigen Vereins gibt es außerdem zusätzliche Schwimmmöglichkeiten. Der Einzeleintritt kostet 4,50 Euro, zusätzlich sind vergünstigte Zehnerkarten im Angebot.

Schwimmbadeintritte in Deutschland

Normaltarif, Erwachsener für mind. 2 Stunden
SchwimmbadPreis
SSE Berlin5,50 Euro
Alsterschwimmhalle Hamburg8,70 Euro
Olympiaschwimmhalle München6,60 Euro
Südbad Dortmund4,00 Euro
Horner Bad Bremen5,00 Euro
Schwimmhalle Freiberger Platz Dresden6,50 Euro
Stadionbad Hannover4,50 Euro
Waldschwimmbad Rosenhöhe Offenbach4,50 Euro
Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und selten beim Laufen.

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