An zwei Tagen in der Woche
Göttingen erlaubt “Oben-ohne-Schwimmen”

Im August erhielt eine Person, die sich selbst nicht als Frau identifiziert, Hausverbot, weil sie oben ohne schwamm. Das soll so nicht wieder passieren.

dreamstime.com (Martinmark) In Göttingen darf ab Mai oben ohne geschwommen werden.

In den Göttinger Schwimmbädern gilt ab 1. Mai eine neue Regelung. Dann dürfen alle Badegäste – weiblich, männlich und divers – auch ohne Oberkörperbekleidung ins Wasser gehen und ihre Bahnen ziehen. Dies soll allerdings nur an Samstagen und Sonntagen gelten, wie der Sportausschuss der Stadt festgelegt hat. Von Montag bis Freitag müssen weibliche Badegäste weiterhin ihren Oberkörper bedecken. Wie ein Stadtsprecher der Nachrichtenagentur DPA bestätigte, gebe es zunächst eine Testphase bis 31. August.

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Hausverbot wegen Oben-ohne-Schwimmens

Auslöser für eine wochenlange Debatte in der Stadt und die jetzige Entscheidung war ein Vorfall im August 2021 im Badeparadies Eiswiese. Damals wurde eine Person, die sich selbst nicht als Frau identifiziert, wegen Oben-ohne-Schwimmens des Schwimmbads verwiesen. Das Personal sah die Person als Frau an und erkannte einen Verstoß gegen die Badeordnung.

Der Vorfall rief laut “RTL News” das Bündnis “Gleiche Brust für Alle” sowie das Göttinger Frauenforum auf den Plan. Das Frauenforum forderte freie Wahl der Badebekleidung, solange die primären Geschlechtsteile bedeckt seien. Andernfalls würde es sich um Ungleichbehandlung und Diskriminierung handeln. Im Antrag an die Stadt hieß es: “Die weibliche Brust ist nicht per se biologisch sexualisiert.”

Das Ergebnis der Debatte ist der jetzige Kompromiss. Die Badebekleidung darf frei gewählt werden, aber eben nur am Wochenende. Dies soll am Mai für das Badeparadies Eiswiese sowie drei weitere Bäder gelten.

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