300 m Lagen oder 150 m Freistil
DSV ermöglicht ab 1. Januar neue Wettkampfformen

Zum neuen Jahr will der Deutsche Schwimm-Verband alternative Wettkämpfe ermöglichen, um damit eine größere Zielgruppe anzusprechen.

Daniel Kopatsch

Bisher war es bei Schwimmwettkämpfen nicht möglich, Distanzen außerhalb des klassischen Wettkampfprogramms anzubieten. Wollte ein Verein dies dennoch machen, konnte das Rennen nur als sogenannte Einlage außerhalb des offiziellen Programms stattfinden.

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Das soll sich zum 1. Januar 2023 ändern. Mit dem Wechsel vom DSV-6- zum DSV-7-Standard, einem Dateiformat für die Abgabe von Wettkampf-Meldungen durch die Vereine, sollen auch alternative Rennformate ermöglicht werden. Ausschlaggebend dafür war ein Beschluss der Länderfachkonferenz mit dem Ziel, nicht nur Kinder und Jugendliche für den Schwimmsport zu begeistern. Wer nun zum Beispiel einen Wettkampf über 300 Meter Lagen ohne Schmetterling oder eine krumme Distanz von zum Beispiel 150 Meter Freistil anbieten möchte, kann das mit dem neuen Format tun. Um an diesen vereinfachten Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer jedoch auch weiterhin beim Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) registriert sein und eine Jahreslizenz gelöst haben, die organisatorischen Hürden bleiben damit weiterhin bestehen.

Um den Breitensport und damit vielleicht auch das allgemeine Interesse am Schwimmen weiter zu fördern, wäre eine Tageslizenz für einzelne Wettkampfveranstaltungen, wie es sie zum Beispiel im Triathlon gibt, eine Möglichkeit.

Erleichterungen für kleine Wettkämpfe

Einfacher werden soll zudem die Ausrichtung kleinerer Wettkämpfe, für die kein gesamtes Schwimmbecken zur Verfügung steht oder bei dem nicht die eigentlich vorgeschriebene Anzahl an Kampfrichtern zur Verfügung steht. Zwar soll nicht auf Kampfrichter verzichtet werden. “Aber wir wollen auch nicht, dass eine coole Wettkampfidee daran scheitert, dass drei Personen im Kampfgericht fehlen”, sagt Christian Böck, Mitarbeiter Recht in der Abteilung Schwimmen beim DSV.

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Die Qualifikation für Meisterschaften und die Nachweise von Kadernormen ändern sich durch die neuen Regelungen nicht. “Beides ist auch zukünftig nur bei klassischen Wettkämpfen möglich”, heißt es auf der Verbandsseite.

Integration von Para-Wettkämpfen

Neu ist beim neuen DSV-7-Format außerdem die Möglichkeit, Wettkämpfe für Para-Athleten in eine Veranstaltung zu integrieren. Entsprechende Erleichterungen und Einschränkungen können nun in der Wettkampfdefinitionsdatei hinterlegt werden, was bisher nicht möglich war. Zuletzt gab es bei den Deutschen Meisterschaften im Juni gemeinsame Wettkämpfe mit Para-Athleten.

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