Dienstag, 23. April 2024

„Afrika wirkt so nah, aber ist verdammt weit weg“

Am Mittwoch ist Open-Water-Schwimmer André Wiersig in Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlands angekommen. Nur wenige Tage bleiben ihm, um sich im Mittelmeer zu akklimatisieren und auf seinen großen Tag vorzubereiten. Am Freitag berichtete der Sportler am Telefon, dass das Wetter in Südspanien zwar sonnig, aber sehr windig ist. Wann es losgehen kann, mit einem Versuch, nach Marokko zu schwimmen, ist deshalb ungewiss. Samstag, Sonntag oder Montag muss es klappen, denn länger hat Wiersig keine Zeit.

Die Straße von Gibraltar ist Wiersigs letzte Etappe der Ocean’s Seven, die er mit einem erfolgreichen Schwimmen als erster Deutscher vervollständigen möchte. „Wir sehen Afrika, wenn wir am Strand sind. Es wirkt sehr nah, aber es ist natürlich verdammt weit weg“, sagt der Paderborner, der von einer Schwimmzeit zwischen vier und fünf Stunden ausgeht. Wiersig betont, dass er die 14 Kilometer weite Strecke auf keinen Fall unterschätze werde. Auch wenn es das Schwimmen der Ocean’s Seven sei, „bei dem du in der Regel die wenigsten Probleme hast“. 

Die Zeit ist knapp

Den Donnerstag nutzten Wiersig und sein Team für ein Treffen mit der Straits of Gibraltar Swimming Association. Dabei wurde natürlich vor allem über die Wetterprognose und mögliche Startzeiten gesprochen. Sollte es doch erst Montag werden, wird es wahrscheinlich sehr früh am Morgen losgehen. Dies würde dem Sportler gut passen. Für 18 Uhr ist bereits der Rückflug nach Deutschland gebucht.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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