Freitag, 12. April 2024
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7 Dinge, die Triathleten über Schwimmer denken

Vorurteile über Triathleten gibt es viele. Zum Beispiel, dass Dreikämpfer keine Technik haben, zu viel mit Paddles trainieren und ohne Neo untergehen. Doch was kommt heraus, wenn man den Spieß umdreht? Wir haben unsere Kollegin und Triathletin Anna Bruder gefragt.

dreamstime.com (Clickandphoto)

Es gibt immer was zu tun! Auf ihrer vermeintlich perfekten Technik ruhen sich Schwimmer nicht aus. Auch wenn es in unseren Augen nichts zu verbessern gibt, gehören ausgiebige Technikübungen bei ihnen zu jedem Training dazu. Das bringt uns schon zum Nachdenken, denn wir verzichten eher mal darauf, wenn die Zeit knapp ist, oder wir kürzen das Übungsprogramm drastisch ein. Hauptsache ist doch, dass wir am Ende ordentlich Meter machen und den Kern der Einheit abgehakt haben – oder?

Wow! Wenn ein echter Schwimmer oder eine Schwimmerin das Bad betritt, kann einem als Triathletin schon mal die Kinnlade herunterklappen. Zugegeben, auch gut trainierte Dreikämpfer können sich sehen lassen, doch die typische Statur eines Schwimmers ist ganz schön imposant. Dieses breite Kreuz, die langen Arme und der athletische Körperbau: Ich mach mal lieber ganz schnell Platz.

Wie beweglich kann man sein? Wir Triathleten benötigen stabile Gelenke zum Laufen. Leider kann genau das beim Schwimmen fatal sein, denn um die Flexibilität ist es bei uns oft nicht gut bestellt. Wir werfen den Schwimmern deshalb neidische Blicke zu, wenn diese ihre Füße nicht wie Anker hinter sich herziehen, sondern mit ihnen sogar ­Tempo machen.

Das sieht so einfach aus! Wenn Schwimmer im GA1-Tempo dahingleiten, wirkt das so locker und mühelos. Während wir uns voll auf eine saubere Technik konzentrieren müssen, geschieht das bei Schwimmern intuitiv­. Fast wie Fahrradfahren! Wir greifen lieber noch mal zum Equipment, damit niemand unsere wahren Baustellen bemerkt.

Wo ist die Uhr? Woher wissen Schwimmer eigentlich, wie schnell sie sind und ob sie ihre Trainingsbereiche einhalten? Man selbst ist ja schon überfordert, die Bahnen richtig zu zählen. Außerdem muss doch hinterher alles ins Online-Trainingsbuch, damit jeder weiß, dass man die Einheit wirklich durchgezogen hat. Es bleibt ein Rätsel.

Nur schwimmen? Ich würde wahnsinnig werden. Viele Triathleten sind froh, dass Schwimmen nur einen kleinen Teil des Sports einnimmt und durch Radfahren und Laufen Abwechslung ins Training kommt. Schwimmer selbst scheinen Kachelnzählen gar nicht langweilig zu finden. Eher unterhaltsam: In den Pausen quatschen sie, während wir noch auf der Uhr herumdrücken.

Lohnt sich das für die paar Sekunden? Dass das Warm-up länger dauert als das ­Rennen, können wir Triathleten nicht verstehen. Bei uns ist die kürzeste Distanz 500 Meter und es folgen noch zwei Disziplinen. Man ist also eine Weile unterwegs. Wer für ein paar Sekunden Wettkampf, Training, Vorbereitung und Anreise in Kauf nimmt, muss seinen Sport wirklich sehr lieben.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde im spomedis-Verlag zur Redakteurin ausgebildet und schreibt heute für die Magazine SWIM, triathlon und die Webseiten swim.de und tri-mag.de. Die Frankfurterin ist begeisterte Läuferin und Radsportlerin. Als Triathletin findet sie auch am Schwimmen immer mehr Gefallen.

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