Es könnte so schön sein mit dem Techniktraining. Einfach eine Übung noch mal und noch mal wiederholen, bis sich eine Bewegung einschleift. Leider ist es komplizierter.
Könnten wir Bewegungen einfach kopieren, würden wir längst alle schwimmen wie Michael Phelps, Florian Wellbrock oder Sarah Sjöström. Bedauerlicherweise ist die Aneignung neuer oder verbesserter Bewegungsmuster aber komplex und von Wissenschaftlern bis in die Tiefe noch gar nicht erforscht. So existieren verschiedene Theorien, wie das menschliche Gehirn mit neuen Bewegungserfahrungen umgeht.
Zunächst kann man sich den Lernprozess wie Datenverarbeitung vorstellen: Bewegungen werden durch ständiges Wiederholen eingeschliffen. Moderner ist allerdings die Vorstellung, dass das Gehirn verschiedene Lösungsansätze „ausprobiert“ und sich dabei der optimale Bewegungsablauf herausfiltert. Ein dritter Ansatz besagt, dass es nicht so sehr um einzelne Bewegungserfahrungen geht, sondern viel mehr um allgemeingültige Gemeinsamkeiten. Das Gehirn erkennt demnach das Wesentliche einer Bewegung, gleicht diese mit anderen Erfahrungen ab und erkennt Ähnlichkeiten.