Weltrekord-Coup über 100 Meter Freistil: Steenbergen sprengt Sjöströms neun Jahre alte Bestmarke

Fast neun Jahre lang war Sarah Sjöströms Fabelzeit über 100 Meter Freistil unangreifbar. Jetzt hat Marrit Steenbergen die Bestmarke geknackt.

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Mit diesem Moment hatte selbst sie nicht gerechnet. Als Marrit Steenbergen nach ihrem Rennen auf die Anzeigetafel blickte, stand dort eine Zahl, die Schwimmgeschichte schrieb: 51,68 Sekunden. Die 26 Jahre alte Niederländerin unterbot bei der traditionsreichen Sette-Colli-Trophy in Rom den Weltrekord von Sarah Sjöström um drei Hundertstelsekunden – eine Bestmarke, die seit der WM 2017 Bestand gehabt hatte.

Dabei war der Rekord keineswegs aus dem Nichts gekommen. Bereits in den vergangenen Wochen hatte Steenbergen mehrfach Zeiten unter 52 Sekunden angeboten und damit ihr Rekordpotenzial angedeutet. In Rom passte schließlich alles. Nach 24,98 Sekunden auf der ersten Bahn lag sie an der Wende noch knapp hinter Siobhan Haughey, doch auf den zweiten 50 Metern zündete sie den Turbo und schwamm mit einer starken Schlussbahn von 26,70 Sekunden zum Weltrekord. Haughey (52,52) und Italiens Sara Curtis (52,69) belegten die Plätze zwei und drei.

„Fühlt sich seltsam an“

Nach dem Rennen überwog zunächst das Staunen. „Es fühlt sich immer noch seltsam an. Ich hoffe, dass es langsam fassen kann“, sagte Steenbergen. Schon in den Wochen zuvor habe sie gespürt, dass der Rekord möglich sei. Gleichzeitig habe sie versucht, sich nicht von den Zeiten verrückt machen zu lassen und sich auf den eigenen Rennplan zu konzentrieren.

Sarah Sjöström hat nun innerhalb weniger Tage gleich zwei prestigeträchtige Weltrekorde verloren. Erst vergangene Woche musste sie die Bestmarke über 50 Meter Freistil an Kate Douglass abgeben. Die US-Amerikanerin unterbot den bisherigen Rekord um 0,02 Sekunden auf 23,59 Sekunden.

Lange dran erfreuen konnte sich die US-Amerikanerin aber nicht. In Rom verbesserte Gretchen Walsh den 50-Meter-Weltrekord am Wochenende auf 23,55 Sekunden. Zweite im Rennen wurde Sjöström in 23,86 Sekunden. Die Schwedin hatte angekündigt, nach ihrer Schwangerschaft für die 50 Meter Freistil und die 50 Meter Schmetterling ins Becken zurückzukehren. Ihr Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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