Nächster Erfolg für Andreas Waschburger. Der Extremschwimmer aus dem Saarland hat die Cookstraße in Neuseeland mit einer starken Zeit durchquert.
Andreas Waschburger ist in Neuseeland durch die 23 Kilometer breite Cookstraße geschwommen und hat damit die dritte Hürde auf dem Weg zu den Ocean’s Seven genommen. Der 38-Jährige ging am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf der Südinsel des Landes ins 14-15 Grad kalte Wasser und erreichte exakt 5:13:57 Stunden später in der Nähe der neuseeländischen Hauptstadt Wellington die Nordinsel. Für eine neue Streckenbestzeit reichte es nach seinen Rekordzeiten im Ärmelkanal und im Molokai-Channel diesmal zwar nicht. Diesen hält seit zwei Jahren der Brite Andrew Donaldson in 4:33:50 Stunden. In der LongSwims-Database rangiert Waschburger mit seiner Leistung aber auf einem starken vierten Platz der schnellsten Querungen der Cookstraße und auf Platz drei bei den Schwimmen von der Süd- zur Nordinsel.
„Die Strömung hat mich fast festgehalten“
Waschburgers Slot für ein Schwimmen war am 20. März eröffnet worden, allerdings waren die Wetterbedingungen in den letzten Tagen nicht optimal. Erst am Montag, zwei Tage vor dem Ende des Slotfensters, stand dann fest, dass Wind und Wellen am Dienstag einen Versuch erlauben würden. Diesen nutzte Waschburger für sein erfolgreiches Schwimmen. „Wir sind etwas später gestartet als geplant und hatten ordentlich mit der Strömung zu kämpfen. Kurz vorm Ziel wurde’s nochmal richtig zäh – die Strömung hat mich fast festgehalten, bevor ich endlich anschlagen konnte“, schreibt der Schwimmer auf Social Media. Und weiter: „Ich bin zufrieden mit der Zeit, stolz auf die Leistung.“
Waschburger war Achter bei den Olympischen Spielen 2012 und ist amtierender Weltmeister im Eisschwimmen. Vor ihm waren erst zwei Deutsche erfolgreich durch die Cookstraße geschwommen. Dies waren André Wiersig im Jahr 2019 (8:32:53 Stunden) und Nathalie Pohl im Jahr 2023 (6:33:00 Stunden). Beide haben inzwischen alle Schwimmen der Ocean’s Seven bewältigt. Welche Meerenge sich Waschburger als Nächstes vornehmen wird, ist bisher nicht bekannt.