Swimrun über 75 Kilometer:
Schwedische Teams dominieren bei Ötillö-WM

Swimrun wird immer internationaler, doch die WM bleibt fest in schwedischer Hand: Die 14. Austragung endete am Montag in Stockholm mit Heimsiegen in allen Kategorien.

75 Kilometer hatten die Swimrunner bei der WM zu bewältigen. Traditionell führt der Kurs jedes Jahr im September durch den Stockholmer Schärengarten von der Insel Sandhamn bis zur Insel Utö. Etwa 65 Kilometer legen die Teilnehmer laufend zurück, zehn Kilometer schwimmen sie von Insel zu Insel (schwedisch: “Ö till Ö”) durch die Ostsee. Für die 14. Weltmeisterschaften hatten sich dieses Jahr 160 Zweier-Teams qualifiziert. Sie alle sorgten erneut für spektakuläre Bilder.

Regen am Morgen machte es den Athleten aus 25 Ländern nicht gerade einfach. Rutschige Felsen erwarteten die Sportler nach fast jeder Schwimmpassage. An die Topzeiten aus dem letzten Jahr, als bei nahezu optimalen Bedingungen in allen Kategorien Streckenrekorde aufgestellt wurden, kamen die Siegerteams deshalb nicht heran. Für Spannung sorgte dafür der Rennverlauf. Bei den Männern schwammen und rannten vier Teams rund fünf Stunden lang Kopf an Kopf, ehe Pontus Lindberg und George Bjälkemo den 20-Kilometer-Lauf auf der Insel Ornö für eine Attacke nutzten und sich absetzten. Das Ziel erreichte das Duo nach fast acht Stunden Rennzeit zweieinhalb Minuten vor den Strecken-Rekordhaltern Fredrik Axegård und Alex Flores.

Ötillö-WM 2019
Jakob Edholm / Ötillö Nasse Felsen lassen die Athleten immer wieder ausrutschen.

Führungswechsel nach sechs Stunden

Während bei den Frauen Fanny Danckwardt und Desirée Andersson vom Start weg dominierten und mit über 20 Minuten Vorsprung gewannen, entwickelte sich im Mixed ein dramatisches Rennen. Sechs Stunden lang führten Diane Sadik und Knut Baadshaug die Konkurrenz an, dann fielen sie plötzlich weit hinter die späteren Sieger Charlotte Eriksson und Simon Börjeson zurück. Am Ende wurden Sadik/Baadshaug mit 23 Minuten Rückstand Dritte.

Das schnellste deutsche Duo bildeten bei den Männern André Hook und Wolfgang Grohé. Die beiden Hamburger freuten sich nach 9:02:48 Stunden über Platz 15, auch wenn sie ihr persönliches Ziel, eine Zeit unter neun Stunden, knapp verpassten. Im Mixed landeten Claudia Hille und Sebastien Bzinkiewicz in 10:09:35 Stunden auf Rang 13. Sabine Kost und Birgit Wandratsch erreichten das Ziel nach 12:54:16 Stunden als 17. der Frauen-Konkurrenz.

Endergebnis, Männer

PLATZNAMENZEIT
1Pontus Lindberg (SWE) / George Bjälkemo (SWE)7:47:48
2Fredrik Axegård (SWE) / Alex Flores (SWE)7:50:14
3Lars Ekman (SWE) / Jonas Ekman Fischer (SWE)7:55:10

Endergebnis, Frauen

PLATZNAMENZEIT
1Fanny Danckwardt (SWE) / Desirée Andersson (SWE)9:05:29
2Susie Moonan (SWE) / Anna Hellström (SWE)9:27:31
3Isabella Hedberg (SWE) / Helen Wikmar (SWE)9:32:37

Endergebnis, Mixed

PLATZNAMENZEIT
1Charlotte Eriksson (SWE) / Simon Börjeson (SWE)9:05:29
2Jasmina Glad-Schreven (FIN) / Thomas Schreven (NED)9:27:31
3Diane Sadik (SUI) / Knut Baadshaug (NOR)9:32:37
Ötillö-WM 2019
Jakob Edholm / Ötillö Zum ersten Mal auf der langen 75-Kilometer-Strecke am Start: Ex-Weltmeisterin Therese Alshammar.

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