Bei den China Open muss sich Lukas Märtens über 200 Meter Freistil mit Platz zwei begnügen. Die junge Yu Zidi beeindruckt erneut mit persönlicher Bestzeit.
Bei den China Open winken auf jeder Strecke bis zu 10.000 US-Dollar – Deutschlands Olympiasieger Lukas Märtens musste sich zum Auftakt in Shenzhen allerdings überraschend mit Platz zwei und 6.000 US-Dollar begnügen. Über 200 Meter Freistil kam der frisch aus dem Höhentrainingslager angereiste Magdeburger nach 1:45,22 Minuten ins Ziel und unterlag dem erst 18 Jahre alten Zhang Zhanshuo.
Der junge Chinese gilt als Medaillenhoffnung seines Landes für die Mittelstrecken bei den kommenden Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Bei der letzten WM, als Märtens über 400 Meter Gold gewann, wurde Zhanshuo in 3:44,82 Minuten bereits Fünfter. Kurz darauf steigerte er seine Bestzeit mehrfach und drückte den Junioren-Weltrekord auf 3:42,82 Minuten. In Shenzen treffen die beiden noch über 400 und 800 Meter Freistil aufeinander.
Chinas Supertalent schwimmt nächste Bestzeit
Lukas Märtens ist mit seinem Weltrekord von 3:39,96 Minuten weiterhin schneller, behält den jungen Chinesen aber im Blick: „In Shenzhen werde ich noch genauer beobachten, wie er seine Rennen gestaltet. Und wenn ich dabei auch etwas verdienen kann, wäre das ja nicht schlecht“, sagte der 24-Jährige vor dem Wettkampf in einem DSV-Interview.
Für Aufsehen sorgte erneut die inzwischen 13-jährige Yu Zidi. Die dreimalige WM-Vierte von 2025 (damals 12 Jahre alt) steigerte ihre persönliche Bestzeit über 200 Meter Schmetterling auf 2:05,71 Minuten und verwies US-Olympiasiegerin Regan Smith (2:06,28 Minuten) auf Platz zwei. Über 50 Meter Brust schwamm Tang Qianting (China) in 29,44 Sekunden einen neuen Asienrekord.