Stockholm, Eindhoven, Magdeburg
Olympia-Quali geht weiter – Absage in Dortmund

Erneut wollen zahlreiche deutsche Spitzenschwimmer das Ticket für die Spiele in Japan lösen. Zur Sache geht es in Schweden, den Niederlanden und in Sachsen-Anhalt.

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele geht in die nächste Runde. Noch an diesem und am nächsten Wochenende können die deutschen Schwimm-Asse Normzeiten für Tokio unterbieten, um das Ticket für die Spiele Ende Juli in Japan zu buchen.

Bei den Swim Open in Stockholm geht es schon seit gestern zur Sache. Das Meeting in der schwedischen Hauptstadt wird seit vielen Jahren gern von deutschen Schwimmern besucht. Das Becken ist schnell und der Zeitpunkt günstig für Qualifikationszeiten für EM, WM oder eben Olympia. Am Donnerstag fuhren Marco Koch über 200 Meter Brust (2:10,95 Minuten) und Marius Kusch über 50 Meter Schmetterling (23,58 Sekunden) bereits erste Siege ein. Beide sind bereits für Tokio qualifiziert. Die Würzburgerin Lea Boy verpasste es dagegen, mit einem 1.500-Meter-Rennen im Bereich ihrer Bestzeit die Olympianorm von 16:16,00 Minuten zu knacken. Stattdessen schlug sie nach 16:21,56 Minuten mehr als sechs Sekunden über ihre persönlichen Bestleistung (16:15,02 Minuten) an, die sie vor zwei Jahren im selben Pool aufgestellt hatte.

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Showdown in der Hauptstadt

Nun könnte es nächste Woche bei der finalen Olympiaqualifikation in Berlin zum Duell mit der Neckarsulmerin Celine Rieder kommen, die sich ebenfalls über 1.500 Meter Chancen ausrechnet. Da Vize-Weltmeistern Sarah Köhler über diese Strecke bereits fest für Tokio eingeplant ist, ist nur noch ein Ticket zu holen. In Stockholm wird noch bis Sonntag geschwommen. Aus dem Team DSV wollen sich unter anderem Reva Foos, Lucas Matzerath, Leonie Beck, Philip Heintz und Jacob Heidtmann Einzelnormen erschwimmen oder sich für die sieben Olympiastaffeln empfehlen.

Infos: Hier finden Sie alle Ergebnisse aus Stockholm.

Wierling und Co. treten in Eindhoven an

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Am heutigen Freitag geht es außerdem für zahlreiche deutsche Spitzenschwimmer beim Eindhoven Qualification Meet um starke Zeiten. Vor allem Athletinnen und Athleten aus Nordrhein-Westfalen starten im Pieter-van-den-Hoogenband-Schwimmstadion aufgrund der kurzen Anreise. Aus Essen ist neben Deutschlands schnellstem Sprinter Damian Wierling (ein ausführliches Interview mit dem 25-Jährigen lesen Sie in der aktuellen SWIM) Lisa Höpink, Kathrin Demler, Damian Wierling und Poul Zellmann dabei, außerdem treten Jessica Steiger aus Gladbeck und die Kölnerin Jessica Felsner an. Etwas weiter ist die Anreise nach Eindhoven für die Hamburger Delegation mit den WM-Startern Julia Mrozinski und Rafael Miroslaw sowie für die Berlinerin Lisa Graf und Sonnele Öztürk aus Potsdam.

Info: Hier geht es direkt zu den Resultaten aus Eindhoven.

Stars geben sich in Magdeburg die Ehre

Auch in Deutschland steht der nächste Qualifikationswettkampf an. In Magdeburg gehen beim Wettkampf um die Pokale der Gothaer Versicherung unter anderem Sarah Köhler und Florian Wellbrock an den Start. Auf die Quali hoffen die beiden Lokalmatadore Isabel Gose und Lukas Märtens. Beiden wurden von Bundestrainer Bernd Berkhahn zuletzt bereits überragende Trainingsleistungen attestiert. „Während bei Sarah und Florian der Fokus bei dieser Leistungsüberprüfung natürlich weiter ganz auf Olympia liegt, ist die Anspannung bei denen, die sich das Ticket für Tokio erst noch erkämpfen müssen, nun besonders groß. Aber ich bin sehr optimistisch, dass von allen gute Zeiten abgeliefert werden können.“ Außerdem in Magdeburg dabei: Angelina Köhler, Marek Ulrich und Christoph Fildebrandt.

Info: Link zur Veranstaltung in Magdeburg.

Wettkampf in Dortmund abgesagt

Die allerletzte Möglichkeit, noch auf den Olympiazug aufzuspringen, bieten sich den deutschen Schwimmern nächste Woche von 16. bis zum 18. April in Berlin. Der eigentlich parallel in Dortmund angesetzte Wettkampf musste abgesagt werden. Die Veranstaltung wurde aufgrund des örtlich geltenden Lockdowns gestrichen, teilte der DSV mit.

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