Monatelang galt Nikolai Swetschnikow nach dem Bosporus-Schwimmen als vermisst. Nun gaben türkische Behörden die traurige Nachricht bekannt: Der russische Athlet ist tot. Die lange Suche ist damit beendet.
Der im August nach dem berühmten Bosporusschwimmen vermisste Schwimmer ist tot. Wie türkische Behörden bestätigten, wurde die Leiche von Nikolai Swetschnikow jetzt im Bosporus gefunden und inzwischen eindeutig identifiziert. Damit endet eine monatelange Suche nach dem 30 Jahre alten Sportler aus Russland.
Swetschnikow hatte am 24. August am Bosphorus Cross Continental Swim in Istanbul teilgenommen, bei dem Tausende Schwimmerinnen und Schwimmer die rund 6,5 Kilometer lange Strecke von der asiatischen auf die europäische Seite der Metropole bewältigen. Von den knapp 3.000 gestarteten Athleten erreichten fast alle das Ziel – nur Swetschnikow blieb verschwunden. Noch während der Veranstaltung wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet, diese blieb jedoch ohne Erfolg.
Bosporusschwimmen: 3.000 Athleten am Start, 2.999 kommen ins Ziel
Anspruchsvolles Freiwasserschwimmen
Vor wenigen Tagen wurde nahe der Küste im Istanbuler Stadtteil Beşiktaş ein Leichnam im Wasser entdeckt. Der Körper trug Schwimmbekleidung, was früh den Verdacht nährte, es könne sich um den vermissten Sportler handeln. In der Gerichtsmedizin erfolgte schließlich die eindeutige Identifizierung mittels DNA-Abgleich, nachdem Angehörige aus Russland angereist waren.
Die genauen Umstände seines Todes sind weiterhin unklar. Der Bosporus gilt trotz Sperrung für den Schiffsverkehr während des Rennens als anspruchsvolles Revier: starke Strömungen, wechselnde Wasserbewegungen und Wellengang stellen selbst erfahrene Schwimmer vor große Herausforderungen.