Ob sich zu viele Schwimmerinnen und Schwimmer verzählt haben? World Aquatics hat die Wettkampfregeln über 400 Meter Freistil überarbeitet.
Der Schwimm-Weltverband World Aquatics hat mehrere Regeländerungen beschlossen, die besonders die 400 Meter Freistil betreffen. Ziel ist es unter anderem, Fehler bei der Bahnenzählung zu vermeiden und technische Abläufe zu vereinfachen. Die neuen Bestimmungen sollen spätestens bis Ende 2026 vollständig umgesetzt werden.
Wie bei den langen Strecken über 800 und 1.500 Meter Freistil sollen in Zukunft auch über 400 Meter Freistil verpflichtend Zähltafeln eingesetzt werden. Zusätzlich sollen die Kampfrichter die letzten beiden Bahnen akustisch anzeigen. Dies erfolgt bei Rennen auf der 50-Meter-Bahn bei der 300-Meter-Wende und auf der Kurzbahn bei 350 Metern. Meistens wird dafür eine Pfeife oder eine Glocke verwendet. Auf internationaler Ebene ist es seit einigen Jahren üblich, die Bahnen unter Wasser mit digitalen Zähltafeln anzuzeigen. Bei Vereinswettkämpfen halten meist Vereinskollegen manuelle Tafeln ins Wasser. Für das korrekte Zählen sind sie selbst verantwortlich.
Abtauchen vor dem Zielanschlag
Eine weitere Änderung betrifft den Zielanschlag bei allen Freistil- und Schmetterlings-Wettbewerben. Dieser darf nun – wie bereits beim Rückenschwimmen – vollständig unter Wasser erfolgen. Genau genommen dürfen die Schwimmerinnen und Schwimmer sogar ab der Fünf-Meter-Markierung bis zum Ziel komplett untergetaucht bleiben.
Aus dem Wettkampfprogramm von Weltmeisterschaften wurde zudem die Mixedstaffel über 4 x 100 Meter Freistil gestrichen. Damit ist das Programm bei Olympischen Spielen und Schwimm-Weltmeisterschaften jetzt identisch. Bei den diesjährigen Europameisterschaften wird die Staffel nach aktuellem Stand weiterhin geschwommen.
Das komplette Regelwerk von World Aquatics gibt es hier im PDF-Format.