Fast zehn Minuten lang hält Apnoetaucherin Heike Schwerdtner die Luft an. Die Regensburgerin sorgte in Budapest für eine neue Bestmarke.
Sie hat es wieder getan: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Apnoetaucherin Heike Schwerdtner den Weltrekord in der Disziplin „Static Apnoe“ verbessert. Diesmal hielt die 55-jährige Rekordtaucherin unglaubliche 9 Minuten und 30 Sekunden die Luft an. Diese Leistung gelang Schwerdtner bereits am 15. November beim Noxy Cup in der Duna Arena in Budapest, getaucht nach den Regeln des Weltverbands CMAS.
Mit diesem Tauchgang verbesserte Schwerdtner ihren eigenen CMAS-Rekord um 25 Sekunden. Den bisherigen hatte sie erst im Mai bei den Weltmeisterschaften in Athen aufgestellt. Auch den Rekord des anderen Weltverbands AIDA hält die Regensburgerin, dort liegt ihre Bestmarke bei 9 Minuten und 22 Sekunden.
Bald 10 Minuten?
In der Disziplin „Static“ liegen Apnoe-Athletinnen und -Athleten nahezu regungslos mit dem Gesicht im Wasser und versuchen, so lange wie möglich die Luft anzuhalten. Sekunde für Sekunde rückt Schwerdtner damit der magischen Zehn-Minuten-Marke näher. Bei den Männern hält Branko Petrović den CMAS-Rekord mit 10:45 Minuten, Stéphane Mifsud den AIDA-Rekord mit 11:35 Minuten.
Beim Noxy-Cup konnten die Teilnehmer zwischen CMAS- und AIDA-Regeln wählen. Schwerdtner entschied sich aus taktischen Gründen für die CMAS-Wertung: „Ich dachte mir, falls es super laufen sollte, könnte ich meinen CMAS-Weltrekord eher überbieten als meinen AIDA-Weltrekord von 9:22 Minuten“, erklärte sie später. „Dass es dann so gut gelaufen ist, hat mich selbst überrascht und freut mich sehr.“
Der Rekord ist mehr als eine Zahl: Er zeigt einmal mehr Schwerdtners Ausnahmestellung im Apnoesport. Weltweit gibt es derzeit keine Athletin, die an ihre Leistungen heranreicht. Mit Ruhe, Präzision und mentaler Stärke verschiebt sie die Grenzen des Machbaren und setzt Maßstäbe für den Sport.