Kopenhagen | Nah am Wasser gebaut

Kopenhagen kann nicht nur als Fahrradstadt überzeugen. Dänemarks Hauptstadt lockt mit zahlreichen kostenlosen Bädern am Hafen und am Meer zum Schwimmen und Entspannen.

Ein beherzter Sprung in das Hafenbecken während der Mittagspause oder nach einer Erkundungstour durch Kopenhagen? Das ist in Dänemarks Hauptstadt sogar an mehreren Locations möglich – und das völlig kostenlos. Wasser spielt in der 630.000-Einwohner-Stadt, gelegen auf den Inseln Seeland und Amager, das ganze Jahr über eine wichtige Rolle. Die Einheimischen nutzen die Orte am und im Wasser, um zu entspannen, sich mit Freunden zu treffen oder um dort zu schwimmen oder mit dem Kajak zu fahren.

„Die Flächen am Wasser sind sehr eng mit dem sozialen, kulturellen und aktiven Leben in der Stadt verbunden. Der Hafen ist zu einem wichtigen städtischen Erholungsraum geworden“, sagt Franciska Rosenkilde, Kopenhagens Bürgermeisterin für Kultur und Freizeit. Die Nähe zum Wasser trage mit allen verfügbaren Einrichtungen und Aktivitäten zur Lebensqualität in der Stadt bei. Dass die Menschen in der Stadt diese Nähe auch intensiv nutzen und nicht nur vom Ufer aufs schöne Blau schauen können, ist dem Wandel des Hafengebiets der vergangenen zwei Jahrzehnte zu verdanken. Die zentralen Teile des Hafens werden heute nicht mehr von der Industrie, sondern für Freizeitaktivitäten genutzt. Damit man im Hafenwasser baden und schwimmen kann, wurden mehrere unterirdische Becken gebaut, in die Regen- und Abwasser geleitet werden. Dadurch bleibt das Wasser im Hafen sauber.

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Nicolai Perjesi Das Schwimmen in den öffentlichen Hafenbecken von Kopenhagen ist kostenlos.

Stadtleben und Natur

Die Verwandlung des Hafens Den Anfang des ehrgeizigen Vorhabens, das Hafengebiet auf eine aktivere und sozialere Weise zu nutzen, habe das „Testbad“ Islands Brygge im Jahr 2003 gemacht, so Rosenkilde. Das Hafenbad unweit der Langebro-Brücke, die in die Innenstadt führt, verfügt über fünf Becken, zwei davon für Kinder, und ist das wohl bekannteste Bad der Stadt. „Nachdem das erste Bad ein Erfolg gewesen ist, sind in den folgenden Jahren weitere Hafenbäder hinzugekommen, um Räume zu schaffen, in denen das Wasser sinnvoll genutzt werden kann“, sagt Rosenkilde.

Nicolai PerjesiAuf diese Weise habe man mitten in der City ein großes Gleichgewicht zwischen dem pulsierenden Stadtleben und der friedlichen Natur geschaffen. Wem die Hafenbäder Islands Brygge, Fisketorvet (das auch unter dem Namen „Copencabana“ bekannt ist) und Sluseholmen nicht genug sind, der kann an sechs weiteren kostenlosen Badebereichen in Stadtnähe schwimmen gehen. Viele Destinationen sind dabei schnell und einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. So gelangt man aus dem Stadtzentrum schon in einer knappen halben Stunde zum Amager Strand, dem größten Strand der Stadt. Oder Sie nehmen auf dem Weg dorthin ein Leihrad und kombinieren gleich zwei Vorzüge von Kopenhagen.

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Kim Wyon

Vier Pools im Herzen der Stadt

  • Islands Brygge – Neben einem 75-Meter-Becken gibt es im zentralen Hafenbad zwei Pools für Kinder sowie einen Sprungturm in Gestalt eines Schiffs.
  • Fisketorvet – Das Bad trägt auch den Namen „Copencabana“. Es hat drei Becken inklusive 50-Meter-Bahn.
  • Sluseholmen – Das Bad im Stadtteil Sydhavnen ist das neueste Hafenbad und wurde 2012 eröffnet. Es entstand inmitten eines Neubaugebiets.
  • Amager Strand – Nach knapp 30 Minuten mit der U-Bahn gelangt man zum größten Stadtstrand Kopenhagens.

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