Team Deutschland beendet die World Games als zweitbeste Nation – dank starker Auftritte in vielen Sportarten. Besonders die Flossenschwimmer glänzten mit einem Medaillenpaket und zeigten, dass sie zur Weltspitze gehören.
Die 12. World Games im chinesischen Chengdu sind zu Ende – und Deutschland kann auf eine der erfolgreichsten Ausgaben seiner Geschichte zurückblicken. Mit insgesamt 45 Medaillen (17 × Gold, 14 × Silber, 14 × Bronze) belegte Team D den zweiten Platz im Medaillenspiegel, nur Gastgeber China mit einem überragenden Großaufgebot war stärker. Besonders die deutschen Flossenschwimmer setzten mit drei Gold- und drei Silbermedaillen sowie mehreren Rekorden ein Ausrufezeichen.
Flossenschwimmer sorgen an Wettkampftagen für Medaillenregen
Das deutsche Finswimming-Team erwischte einen Traumstart. Über 100 m Flossenschwimmen sicherte sich Max Poschart Gold in 33,81 Sekunden – World-Games-Rekord! Knapp dahinter schwamm Justus Mörstedt zu Silber und einer persönlichen Bestzeit. Als Quartett zusammen mit Niklas Loßner und Marek Leipold krönten sie den Tag mit einem historischen Erfolg: In 59,35 Sekunden gewann die 4×50-m-Staffel Gold und stellte zugleich einen Weltrekord auf.
Am zweiten Tag glänzte Poschart erneut: Über 50 m Apnoe holte er Silber in 13,87 Sekunden, klar unter der magischen 14-Sekunden-Marke. Mörstedt bewies über 200 m FS seine Klasse: In 1:18,80 Minuten schwamm er einen neuen deutschen Rekord und sicherte Silber – nur der neue Weltrekordler Nándor Kiss (Ungarn, 1:17,71) war schneller. Den Abschluss bildete die 4×100-m-Staffel der Männer, die mit neuem deutschen Rekord und großem Vorsprung das dritte Gold gewann.
„Ein Doppelsieg bei den World Games war immer ein Traum – und dann noch mit Weltrekord in der Staffel. Ich bin ultrahappy“, jubelte Poschart nach dem Auftakt.
Frauen mit Rekorden und Finalteilnahmen
Auch die deutschen Frauen überzeugten. Lilly Placzek (100 m BiFins) und Michele Rütze (200 m FS) schwammen jeweils auf Platz sechs, die 4×50-m-Staffel erreichte Platz sieben. Placzek sicherte sich zudem einen deutschen Rekord über 100 m BiFins.
Ein starkes Team für die Zukunft
Insgesamt blickt der Verband Deutscher Sporttaucher auf ein erfolgreiches Turnier zurück: Drei Gold-, drei Silbermedaillen, ein Weltrekord, zwei World-Games-Rekorde und fünf deutsche Rekorde – so lautet die Bilanz der Flossenschwimmer. „Das Team hat in allen Wettkämpfen das Maximum abgerufen und gezeigt, dass wir die Weltspitze mitgestalten können“, resümierte VDST-Präsident Uwe Hoffmann.
Rüdiger Hüls, Fachbereichsleiter Leistungssport des VDST, betonte die Signalwirkung: „Viele Athleten haben zum ersten Mal eine Meisterschaft dieser Dimension erlebt. Der Teamgeist und die Leistungen haben gezeigt, dass Investitionen in unseren Sport bestens angelegt sind.“
Karlsruhe übernimmt den Staffelstab
Neben den sportlichen Höhepunkten war die Fahnenübergabe an Karlsruhe ein besonderer Moment. Die badische Stadt richtet 2029 die 13. World Games aus. Die Vorfreude ist riesengroß.