Mit zwei deutschen Rekorden und einer Bronzemedaille sind die DSV-Staffeln in die EM gestartet. Wir werfen einen Blick auf die Splits.
Dieser Auftakt kann sich sehen lassen. Bei den Europameisterschaften in Paris schwammen die deutschen Staffeln über 4 x 200 Meter Freistil ganz vorn mit. Beide Male ging es am Ende hauchdünn zur Sache.
Im Herzschlagfinale etwas mehr Glück hatten die Männer um Olympiasieger Lukas Märtens. Zusammen mit dem Magdeburger gewannen Timo Sorgius, Jarno Bäschnitt und Cornelius Jahn in 7:02,28 Minuten die Bronzemedaille. Schneller waren nur Großbritannien mit ihren Topstars Duncan Scott und James Guy (7:01,52 min) sowie Frankreich (7:02,23 min) mit dem überragenden Startschwimmer Léon Marchand (1:43,76 min).
Mit der Leistung verbesserte das deutsche Quartett den deutschen Rekord aus dem Jahr 2009 um 0,81 Sekunden. In ihren Hightech-Anzügen waren damals Paul Biedermann, Felix Wolf, Yannick Lebherz und Clemens Rapp auf den fünften WM-Platz geschwommen.
Biedermann, Phelps, Märtens
Der Split-Vergleich zwischen 2026 und 2009 unterstreicht die geschlossene Mannschaftsleistung in Paris. Die 2009er-Staffel wurde vor allem vom überragenden Paul Biedermann getragen. Der Hallenser hängte damals die Konkurrenz in 1:42,81 Minuten deutlich ab. Die am Ende siegreichen US-Schwimmer stellten zwar Michael Phelps gegen Biedermann. Doch auch der Megastar blieb in 1:44,49 Minuten weit hinter dem deutschen Aushängeschild. Biedermanns Zeit ist bis heute die zweitschnellste der Geschichte über 200 Meter Freistil nach seinem Weltrekord (1:42,00 min).