Neo-Diskussionen und starke Zeiten in der Aggertalsperre
200 Masters schwimmen über 2,5 und 5 km um Meistertitel

Die deutschen Freiwassermeisterschaften waren die ersten Titelkämpfe der Masters seit der DM Kurzbahn 2019. In NRW gingen rund 200 Teilnehmer an den Start.

DM 2012 in Strausberg
Frank Wechsel / spomedis Start im Freiwasser (Archivbild).

Bei 21 Grad Wassertemperatur in der Aggertalsperre bei Gummersbach war die Sache eigentlich klar, trotzdem gab es auch bei den 27. Deutschen Freiwassermeisterschaften der Masters am vergangenen Wochenende wieder Diskussionen um den Neoprenanzug. 18 bis 20 Grad ist seit 2017 die Spanne, in der der Kälteschutzanzug bei Wettkämpfen optional getragen werden kann – da die Gummihaut aber zusätzlich den Auftrieb und die Gleitfähigkeit verbessert, bietet der Neo auch einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil. Bei ähnlichem Leistungsniveau kommt ein Schwimmer im normalen Schwimmanzug und selbst mit einem speziellen Freiwasseranzug kaum hinterher (selbst Florian Wellbrock gelingt das nur fast). Da nicht alle Sportlerinnen und Sportler einen Neoprenanzug besitzen oder diesen aus puristischen Gründen ablehnen, ist das Ja oder Nein der Wettkampfleitung potenziell rennentscheidend bei einer Meisterschaft.

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So ging es für die 200 Teilnehmer bei den ersten Masters-Titelkämpfen seit der DM Kurzbahn 2019 in Freiburg eben ohne Neo auf die drei angebotenen Strecken 2.500 Meter, 5.000 Meter und 3 x 1.250 Meter. Um das Abstandsgebot dabei möglichst gut einzuhalten, wurden die Sportler in Startgruppen von 25 bis 30 Athleten ins Rennen geschickt. Während sich das Wetter am Samstag bei den ersten beiden Wettkämpfen von seiner besten Seite zeigte, wurden die Teilnehmer (und mit ihnen die Schiedsrichter und Zuschauer) am Sonntag auf der längsten Strecke nicht nur von unten nass. Ein kräftiger Regen prasselte ab dem Mittag auf die Aggertalsperre nieder, wenigstens blieben die Titelkämpfe vom angekündigten Gewitter verschont.

Teilnehmer zwischen 20 und 80 Jahren

Für die Topzeiten in den Einzeln sorgten Rebecca Dany und Fynn Niclas Mohlfeld aus der jüngsten Altersklasse 20 bis 24. Die Bonnerin Dany schlug über 2.500 Meter nach 31:55,04 Minuten und über 5.000 Meter nach 1:04:45,82 Stunden an. Mohlfeld, der für SG Stormarn Barsbüttel startet, benötigte 30:17,09 Minuten und 1:02:27,12 Stunden. Mindestens ebenso hoch sind die Leistungen in den höheren Altersklassen einzustufen, etwa die 32:05,97 Minuten von Michael Prüfert (AK 55) über 2,5 Kilometer oder die 1:10:12,02 Stunden von Claudia Thielemann (AK 50) über die doppelte Distanz. Älteste Teilnehmer in Gummersbach waren die AK-80-Schwimmer Alfred Seeger (Jahrgang 1940) und Manfred Bottin (Jahrgang 1941). Bei den Frauen startete Ellen Schreiber-Gosenheimer als Einzige in der AK 75. Alle Ergebnisse finden Sie hier im PDF-Format.

Schon in zwei Wochen stehen in Braunschweig die nächsten Mastersmeisterschaften an. Dann geht es auf der 50-Meter-Bahn des Freibads Raffteich um die Titel über die kurzen Strecken.

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