Nur 3 Minuten fehlen zum Weltrekord: Britische Staffel schreibt Geschichte im Ärmelkanal

Fast hätte es für den Weltrekord gereicht: Die britische Staffel „Spirit of Great Britain“ hat den Ärmelkanal in 6:55 Stunden durchquert und dabei den nationalen Rekord deutlich verbessert. Zur Weltbestzeit fehlten lediglich drei Minuten.

Frank Wechsel / spomedis Die berühmten Kreidefelsen von Dover markieren für die Ärmelkanalschwimmer den Start ins Abenteuer.

Es war ein Rekordversuch, der erst auf den letzten Metern entschieden wurde. Am Dienstag machte sich die sechsköpfige britische Staffel „Spirit of Great Britain“ von Shakespeare Beach bei Dover auf den Weg nach Frankreich. Das Ziel: die seit 1990 bestehende Weltbestzeit von 6:52 Stunden zu knacken. Am Ende standen 6:55 Stunden auf der Uhr. Der Weltrekord blieb damit bestehen. Immerhin fiel der britische Rekord deutlich.

Zum Team gehörten unter anderem der dreifache Olympiasieger Tom Dean sowie die Olympiateilnehmer Hector Pardoe und Dan Jervis. Außerdem schwammen George Taplin, Tobias Robinson und Josh Gammon. Jeder Schwimmer übernahm zunächst für etwa eine Stunde. Als Dean nach 4:45 Stunden ins Wasser sprang, war die französische Küste bereits in Sichtweite. Berichten zufolge lag das Durchschnittstempo zu diesem Zeitpunkt bei rund 1:05 Minuten pro 100 Meter.

Beim Endspurt wird es knapp

Doch ausgerechnet auf dem letzten Abschnitt wurde die Aufgabe noch einmal schwieriger. Freiwasserspezialist Pardoe übernahm erneut und musste als Schlussschwimmer gegen eine einlaufende Strömung in Richtung Cap Gris-Nez ankämpfen. Dazu kamen zahlreiche Quallen im rund 18 Grad warmen Wasser. Die letzten Meter kosteten die Staffel wohl letztlich die entscheidenden Sekunden.

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Mit 6:55 Stunden verbesserte „Spirit of Great Britain“ den britischen Rekord um 22 Minuten. Der Weltrekord hat auch nach 36 Jahren Bestand und wird weiterhin von einem US-Nationalteam gehalten. Bemerkenswert: Der Solo-Rekord von Andreas Waschburger ist noch schneller. Der Saarländer durchkraulte den Ärmelkanal vor fast genau drei Jahren in 6:45 Stunden.

Frank Wechsel Thomas Dean wurde 2021 in Tokio Olympiasieger über 200 Meter Freistil.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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