Saisonabschluss, Weihnachten, Silvester: Besondere Tage verdienen besondere Trainingseinheiten. Wie wäre es mit diesen?
Das letzte Training vor Weihnachten ist für viele Schwimmer so eine besondere Einheit. Die Stimmung ist gelöst und die Schwimmerinnen und Schwimmer im Feiertagsmodus: der perfekte Moment, um das Jahr mit einer etwas anderen Trainingseinheit ausklingen zu lassen. Während die einen dann die Keksdose an den Beckenrand stellen, ganz gemütlich ein paar Bahnen ziehen und danach den nächsten Glühweinstand ansteuern, machen andere noch einmal richtig ernst.
100 x 100 Meter
Zehn Kilometer in einer Trainingseinheit: Diesen Mythos schwimmt man in erster Linie für Ihren Kopf und dann für die Kondition. Das lange Intervalltraining biete viele Variationsmöglichkeiten. Entweder alles Kraul oder Wechselformen wie 10 x Kraul, 10 x Lagen, 10 x Arme usw. In vielen Vereinen kämpfen sich die Athleten kurz vor Weihnachten oder Silvester durch die 100-mal 100 Meter und stärken nebenbei den Teamgedanken.
Und so lange dauert der Spaß:
100 x 1:30 min = 2:30 Stunden
100 x 1:45 min = 2:55 Stunden
100 x 2:00 min = 3:20 Stunden
100 x 2:15 min = 3:45 Stunden
100 x 2:30 min = 4:10 Stunden
Stundentest
60 Minuten Kraul am Stück: Schon allein aufgrund der langen Dauer wirst du bei diesem Test die meiste Zeit im aeroben Grundlagentempo kraulen – und wenn du erst mal im Rhythmus bist, vergeht die Zeit fast wie im Flug. Nach einer Stunde hast du wahrscheinlich zwischen drei und fünf Kilometern zurückgelegt und damit die Messlatte fürs nächste Mal gesetzt. Viel mehr Spaß macht dieser Test natürlich, wenn man ihn mit anderen Stundenschwimmern gemeinsam absolviert.
Übrigens schwamm die spanische Spitzenschwimmerin Mireia Belmonte bei einem Stundenwettkampf einmal 5.590 Meter. Ihr Landsmann Marc Sanchez schaffte sogar 5.823 Meter.
Würfeln
Du hast Lust zu schwimmen, doch du weißt einfach nicht, was? Dann lass doch mal das Glück entscheiden und erwürfel dir din Programm. Zum Beispiel nach diesem System:
Der erste Wurf bestimmt die Strecke:
1 = 100 m
2 = 200 m
3 = 300 m
4 = 400 m
5 = 500 m
6 = 600 m
Der zweite Wurf bestimmt die Lage:
1 = Delfin
2 = Rücken
3 = Brust
4 = Kraul
5 = Lagen
6 = beliebig
Für mehr Abwechslung kannst du mit weiteren Würfen bestimmte Aufgaben (Arme, Beine, TÜ etc.) oder Wiederholungen festlegen.
Wichtig: Alea iacta est! Was geworfen wird, zählt. Schummeln gilt nicht!
Tannenbaum-Pyramide
Unendlich viele Variationsmöglichkeiten bieten Pyramiden, bei denen die Schwimmstrecken treppenartig erst länger und dann wieder kürzer werden. Bei unserem Beispiel startest du mit 50 Metern und verdoppelst nach jeder Strecke die Distanz, bis du 800 Meter erreichst. Anschließend
geht es wieder zurück. Auf diese Weise legst du 2.300 Meter zurück (50 + 100 + 200 + 400 + 800 + 400 + 200 + 100 + 50 Meter). Wenn du magst, nimmst du dir als Zusatzaufgabe Lagenwechsel vor oder schwimmst kurze Strecken mit höherer Intensität. Als Pause reichen 30 bis 60 Sekunden nach jeder Strecke aus.
Mit etwas Fantasie sieht diese Pyramide doch aus wie ein Tannenbaum, oder nicht?
Noch mehr Verrücktes
Ob 2.000 Meter Lagen auf Zeit oder ein Cooper-Test über 12 Minuten: Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten für verrückte Trainingseinheiten. Sicher fällt dir auch noch was ein.