Dokumente beschlagnahmt
Razzia beim Europäischen Schwimmverband

Bei einer Razzia beim europäischen Schwimmverband LEN soll die Polizei mehrere Dokumente beschlagnahmt haben.

Im Zusammenhang mit aktuellen Ermittlungen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten und “unangemessenem Verhalten” der Verbandsführung hat es eine Razzia am Sitz des Europäischen Schwimmverbandes (LEN) in der Schweiz gegeben. Dabei soll die Polizei nach übereinstimmenden Medienberichten mehrere Dokumente beschlagnahmt haben.

Laut der italienischen Zeitung “Corriere della Sera” soll die Razzia bereits am Dienstag vor einer Woche stattgefunden haben. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks La Cote habe “ein Ermittlungsverfahren gegen die LEN-Führungskräfte eingeleitet”, heißt es. Im Fokus der Untersuchung sollen Präsident Paolo Barelli, der auch Vorsitzender des italienischen Schwimmverbandes ist, Generalsekretär David Sparkes und der ehemalige Schatzmeister des Verbandes, Tamas Gyarfas, stehen. Den Berichten nach sollen italienische Beraterfirmen mit engem Kontakt zur Verbandsführung der LEN zu einer Erhöhung der TV-Gebühren verholfen und dafür später einen Anteil der Einnahmen erhalten haben.

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LEN weist Anschuldigungen zurück

Die LEN-Führung weist die Vorwürfe als “falsch” zurück. Der Verband hätte erwartet, “dass die Behörden Dokumente und Informationen als Teil des normalen Prozedere” anfordern, sagte ein Verbandssprecher dem Portal inside the games. Außerdem wünscht der Verband “den Fall so schnell wie möglich abzuschließen, um rechtliche Schritte gegen diejenigen einzuleiten, die für die falschen Anschuldigungen verantwortlich sind.”

Hinweis der Redaktion

Eine frühere Version dieses Artikels wurde mit einem einer früheren Presseaussendung entstammenden Archivbild von LEN-Präsident Paolo Barelli veröffentlicht, auf dem auch der Präsident der International Lifesaving Federation of Europe abgebildet war. Hierzu stellen wir klar: Der Präsident der International Lifesaving Federation of Europe war nur zufällig im Bild. Mit den im Artikel erwähnten Untersuchungen steht er nicht im Zusammenhang. Das wurde auch an keiner Stelle des Artikels behauptet. Die SWIM.DE-Redaktion entschuldigt sich für diesen Vorgang.

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