Montag, 22. April 2024

Olympia-Schwimmer Härle und Feldwehr verkünden Karriereende

Ein letztes Mal stellten sich Isabelle Härle und Hendrik Feldwehr am Wochenende in den Dienst ihres Vereins. Im Anschluss gaben die beiden Spitzenschwimmer ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt.

In einer gemeinsamen Erklärung verkündeten Härle und Feldwehr am Sonntagabend auf Facebook: „Nach jahrelangem Leistungssport möchten wir uns nun offiziell verabschieden. Wir hatten das große Glück an vielen internationalen und nationalen Wettkämpfen teilzunehmen, tolle Menschen kennen zu lernen, Freundschaften zu knüpfen und Erfolge zu feiern.“ Zuvor waren beide ein letztes Mal für ihren Verein SG Essen am Start gewesen. Beim Bundesliga-Finale in Essen half Härle, die SGE-Frauen auf Platz zwei zu bringen. Feldwehr landete mit den Essener Männern auf Rang drei.

Daniel Kopatsch Isabelle Härle wurde 2014 Europameisterin im Freiwasserschwimmen.

Die Langstrecklerin und der Brustsprinter

Als Freistilspezialistin erreichte die 30-jährige Härle ihren größten sportlichen Erfolg mit Platz sechs im 10-Kilometer-Rennen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Die Qualifikation war der gebürtigen Bad Saulgauerin durch einen siebten Platz über diese Strecke bei den Weltmeisterschaften 2015 in Kasan gelungen. In Russland wiederholte Härle außerdem ihr WM-Gold von 2013 im Team-Event über 5 Kilometer. Weitere internationale Medaillen holte sie als Dritte im Team bei der WM 2011 sowie bei ihrem EM-Erfolg 2014 im Einzel über 5 Kilometer.

Der 31 Jahre alte Feldwehr zählte über ein Jahrzehnt zu den besten deutschen Brustsprintern und nahm an zahlreichen Großveranstaltungen teil. Mit den deutschen Lagenstaffeln gewann der gebürtige Bremerhavener drei Medaillen bei Weltmeisterschaften. Außerdem wurde er 2009 WM-Vierter über 50 Meter Brust und WM-Siebter über die 100-Meter-Distanz. Seine Bestzeiten (26,83 Sekunden über 50 Meter, 59,15 Sekunden über 100 Meter) stehen seit fast neun Jahren als deutsche Rekorde in den Bestenlisten. 2012 schwamm Feldwehr bei den Olympischen in London.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.