Vom Olympiapodest ins Auktionshaus | Ryan Lochtes Goldmedaillen sorgen für Aufsehen

Ryan Lochte versteigert drei seiner olympischen Goldmedaillen und kassiert dafür fast 400.000 US-Dollar.

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Daniel Kopatsch Topschwimmer Ryan Lochte präsentiert seinen beeindruckenden Körper.

Die Auktion von drei olympischen Goldmedaillen hat Ex-Schwimmstar Ryan Lochte umgerechnet etwa 335.000 Euro eingebracht. Der inzwischen 41 Jahre alte US-Amerikaner versteigerte die Plaketten aus den Jahren 2004, 2008 und 2016 seit Mitte Dezember auf einer Internetplattform. Kurz vor Ende der Auktion am 4. Januar schnellten die Preise noch mal enorm in die Höhe. Am Schluss kamen 385.520 US-Dollar zusammen, wobei davon noch die sogenannte Käuferprämie abgezogen wird. Mit insgesamt zwölf Olympiamedaillen zählt Lochte zu den erfolgreichsten Schwimmern der Geschichte. Nur Michael Phelps, Katie Ledecky und Emma McKeon jubelten bei Olympia noch häufiger über Edelmetall. Außerdem gewann Lochte 39 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften.

Um diese Medaillen ging es bei der Auktion:
Athen 2004: Staffelgold über 4 x 200 Meter Freistil – erfolgreiches Gebot: 80.520 US-Dollar (Link)
Peking 2008: Staffelgold über 4 x 200 Meter Freistil – erfolgreiches Gebot: 183.000 US-Dollar (Link)
Rio 2016: Staffelgold über 4 x 200 Meter Freistil – erfolgreiches Gebot: 122.000 US-Dollar (Link)

Unterschiedliche Preise

Über die Frage, warum die Medaillen unterschiedliche Preise erzielten, kann nur spekuliert werden. Ein Grund könnte sein, dass Lochtes Goldmedaille von Peking mit dem historischen Rekord von Michael Phelps assoziiert wird. Phelps hatte damals insgesamt achtmal triumphiert.

Das 2016er Gold war zugleich Lochtes letzte internationale Medaille. Die Spiele in Brasilien waren für den damals 32-Jährigen unrühmlich zu Ende gegangen, nachdem er mit zwei Teamkollegen an einer Tankstelle randaliert und danach behauptet hatte, überfallen worden zu sein. Die Story flog als Lüge auf und der Skandal ging als „Lochtegate“ in die Geschichte ein. In der Folge zogen sich Sponsoren wie Speedo und Ralph Lauren zurück, Lochte verlor seine Olympiaprämie und der US-Schwimmverband sperrte ihn für zehn Monate. Es wird geschätzt, dass ihn der Vorfall mehr als eine Million US-Dollar kostete.

Frank Wechsel / spomedis Ryan Lochte ist immer für eine bunte Geschichte gut.

Auch warum sich Lochte von den Medaillen trennen wollte, ist nicht bekannt. Zuletzt sorgte der ehemalige Sportstar mit seiner Scheidung von Kayla Lochte für Schlagzeilen. Die beiden waren sieben Jahre lang verheiratet. Außerdem gibt es laut Berichten rechtliche Schwierigkeiten im Kontext eines ehemaligen Wohnsitzes in Florida, einschließlich drohender Vollstreckungsmaßnahmen wegen ausstehender Gebühren und Steuerschulden.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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