Drei DSV-Stars im Finale, doch diesmal schwimmen Wellbrock, Liebmann und Klemet hinterher

Trotz überragender Vorleistungen konnten Florian Wellbrock, Johannes Liebmann und Oliver Klemet beim Knockout-Sprint in Paris nicht in den Medaillenkampf eingreifen.

European Aquatics Nach zweimal Silber endlich Gold: David Bethlehem.

Da wäre womöglich mehr drin gewesen: Mit drei aussichtsreichen Medaillenanwärtern waren die deutschen Schwimmer ins 500 Meter lange Knockout-Finale gestartet. Am Ende belegten Florian Wellbrock, Johannes Liebmann und Oliver Klemet bei der Schwimm-EM in Paris in dieser Reihenfolge die Plätze sieben, acht und neun. Den Sieg in der 24 Grad warmen Seine sicherte sich David Bethlehem in 6:12,97 Minuten. Der Ungar feierte seinen ersten EM-Erfolg in Paris nach zwei zweiten Plätzen über 5 und 10 Kilometer mit einem lauten Krachen auf die Anschlagmatte. Silber und Bronze holten die Franzosen Marc-Antoine Olivier und Logan Fontaine.

Dabei hatte für die deutschen Stars alles so gut ausgesehen. Johannes Liebmann glänzte mit Start-Ziel-Siegen in seinen Läufen über 1.500 und 1.000 Meter, und auch Wellbrock (Platz 1 und 2) sowie Klemet (Platz 3 und 1) überzeugten. Alles schien im Finale möglich – wenn es optimal verlaufen würde, sogar ein deutscher Dreifach-Triumph.

Zwei Ungarn machen Tempo

Doch vor allem die Ungarn Bethlehem und Olympiasieger Kristof Rasovszcy wollten das Gold offensichtlich nicht erneut den Deutschen überlassen. Im Finale gingen beide vom Start weg volles Tempo und hielten Klemet und Liebmann auf gleicher Höhe auf der Außenseite. Wellbrock befand sich dadurch in ungewohnter Position mitten im Pulk.

An der ersten Wendeboje nutzten Bethlehem und Rasovszky die Innenbahn, um sich in Front zu schwimmen. Die kleine Lücke reichte, um die DSV-Schwimmer abzuhängen. Auf der Schlussbahn konnten Wellbrock, Liebmann und Klemet nicht mehr kontern und mussten stattdessen weitere Schwimmer wie Olivier, Fontaine oder Gregorio Paltrinieri passieren lassen.

Bethlehem, der als einziger einen Kurs weiter mittig in der Seine wählte, schwamm schließlich ungefährdet zum Sieg. Rasovszky fiel zurück auf Platz fünf. Der Olympiasieger von Paris ist damit bei der EM weiter ohne Medaille.

EM 2026 | 500-Meter-Finale Knockout-Sprint, Männer

7. August 2026 in Paris (Frankreich)
PlatzNameZeit
Gold
David Bethlehem (Ungarn)6:12:97 min
SilberMarc-Antoine Olivier (Frankreich)+ 3,29
BronzeLogan Fontaine (Frankreich)+ 3,50
4Gregorio Paltrinieri (Italien)+ 4,03
5Kristof Rasovszky (Ungarn)+ 4,11
6Athanasios Kynigakis (Griechenland)+ 5,19
7Florian Wellbrock (Deutschland)
+ 5,91
8Johannes Liebmann (Deutschland)+ 6,83
9Oliver Klemet (Deutschland)
+ 7,28
10Andrea Filadelli (Italien)+ 16,68

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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