Bundesstützpunkt Freiwasser zieht von Würzburg nach München

München wird ab 2027 neuer Bundesstützpunkt Freiwasser. Der Standort in Würzburg hatte zuletzt immer mehr an Bedeutung verloren.

Gilad Kavalerchik

Der Bundesstützpunkt für das Freiwasserschwimmen wird zum 1. Januar 2027 von Würzburg nach München verlegt. Das hat das Bundeskanzleramt auf Antrag des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) entschieden. Damit erhält der DSV die Möglichkeit, den Standort noch während des laufenden Olympiazyklus neu auszurichten. Der Verband spricht von einer Stärkung des Leistungssports in Bayern und besseren Bedingungen für die Entwicklung von Talenten mit Blick auf die Olympischen Spiele.

München soll dabei von seiner vorhandenen Infrastruktur und der Einbindung in die dortigen Strukturen des Leistungssports profitieren. Der Präsident des Bayerischen Schwimm-Verbandes, Harald Walter, sagte: „Diese Entscheidung ist im Sinne der Aktiven, die gute Rahmenbedingungen und eine funktionierende Struktur benötigen und in München vorfinden werden.“

Für den DSV ist die Verlegung zugleich ein Neustart: Der Bundesstützpunkt in Würzburg hatte über viele Jahre zu den erfolgreichsten Adressen im deutschen Freiwasserschwimmen gehört. Unter anderem trainierten dort zahlreiche internationale Medaillengewinner wie Thomas Lurz oder Leonie Beck. Von jetzigen deutschen Top-Freiwasserschwimmern tritt nur noch Lea Boy für den SV Würzburg 05 an.

Stützpunkt in Würzburg war nicht mehr aktiv

Die sportliche Bedeutung des Standorts war allerdings in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. 2024 sollte der Stützpunkt bereits geschlossen und nach München verlegt werden, jedoch revidierte der DSV diese Entscheidung einige Zeit später aus formalen Gründen. In der aktuellen Verbandsmitteilung heißt es, der Olympiastützpunkt in Würzburg sei derzeit nicht mehr aktiv. Der Niedergang des Stützpunkts hängt auch mit dem Fall des langjährigen Cheftrainers zusammen, gegen den 2021 Vorwürfe sexualisierter Gewalt bekannt geworden waren. In der Folge wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Mit München setzt der DSV auf einen neuen Standort für das Freiwasserschwimmen. Der Bayerische Schwimm-Verband hatte sich nach eigenen Angaben wiederholt für die Verlegung eingesetzt.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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