Schwimmen, laufen, schwimmen, laufen – und das immer wieder. Am kommenden Montag wird im Stockholmer Schärengarten zum 20. Mal die Ötillö-Weltmeisterschaft ausgetragen. Was einst als verrückte Idee unter Freunden begann, ist heute der berühmteste Swimrun der Welt.
Die Geschichte des Rennens reicht sogar noch weiter zurück. 2002 wetteten vier Freunde auf der Insel Utö, wer es schneller bis nach Sandhamn schaffen würde. Die Regeln waren denkbar einfach: von Insel zu Insel laufen und schwimmen, ohne Hilfsmittel. Rund 26 Stunden dauerte die erste Durchquerung des Schärengartens. Die ungewöhnliche Idee blieb hängen. 2006 machten die Abenteuerrennsportler Michael Lemmel und Mats Skott daraus ein offizielles Rennen: Ötillö, schwedisch für „Insel zu Insel“, war geboren.
WM am 7. September
Heute ist aus der Kneipenwette eine der härtesten Ausdauerprüfungen der Welt geworden. Die Teams aus zwei Athleten legen rund 70 Kilometer zurück – davon knapp neun Kilometer schwimmend und mehr als 60 Kilometer laufend. Dazwischen liegen 46 Wechsel zwischen den Disziplinen, wobei keine Zeit für einen klassischen Tausch der Ausrüstung bleibt. Die Schuhe bleiben an den Füßen, der Neoprenanzug am Körper. Die Strecke führt über 25 Inseln und durch das offene Wasser des Schärengartens.
Zum Jubiläum am 7. September wartet aber kein Nostalgierennen, sondern die volle Herausforderung. Der Start erfolgt am frühen Morgen in Sandhamn, das Ziel liegt auf Utö. Der aktuelle Streckenrekord steht bei 7:00:59 Stunden – aufgestellt 2022 vom französisch-schwedischen Duo Max Andersson und Hugo Tormento. Zum diesjährigen Rennen werden mehr als ein Dutzend aktuelle und frühere Weltmeister erwartet. Traditionell wird in 2er-Teams in den Kategorien Frauen, Männer und Mixed gestartet.