Bund stellt Millionen für Schwimmbäder bereit | DSV setzt neue Standards für sicheren Schwimmsport

Der Bund investiert endlich in den Schwimmbadbau – dies sei ein positives Signal, heißt es vom DSV. Auf seiner Mitgliederversammlung stellt der Verband zudem wichtige Weichen für Sicherheit, Prävention und moderne Strukturen.

DSV-Logo
Frank Wechsel / spomedis Die DSV-Mitgliederversammlung fand in Saarbrücken statt.

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat auf seiner Mitgliederversammlung positiv in die Zukunft geblickt – nicht zuletzt dank eines deutlichen finanziellen Signals des Bundes. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte zuletzt zwei Programme gebilligt: Demnach sollen 666 Millionen Euro in die Sanierung kommunaler Sportstätten fließen, davon 250 Millionen Euro explizit für Schwimmbäder und Schwimmhallen. Die Mitgliederversammlung des DSV fand am Samstag auf Einladung des Saarländischen Schwimmbundes in Saarbrücken statt.

Auch wenn die Mittel nicht ausreichten, um den bundesweiten Bedarf vollständig zu decken, sieht der DSV in dem Bundeszuschuss einen substanziellen Beitrag, um die Bäderlandschaft zu stärken. Die Zusicherung der Finanzierung sei ein Erfolg aus gemeinsamer Anstrengung, sagte der Vorstandsvorsitzende Jan Pommer. „Das haben wir im Teamplay aus Politik und den Verbänden der Bäderallianz geschafft.“

Förderung in der Spitze und in der Breite

Gleichzeitig verabschiedeten die Delegierten ein klares Bekenntnis zum „Recht auf sicheren Schwimmsport“. Laut Pressemitteilung wurde ein Leitantrag ohne Gegenstimmen beschlossen, der Gewalt im Schwimmsport konsequent bekämpfen soll. Im nächsten Schritt wollen die Landesverbände gemeinsam mit dem Dachverband an der Verankerung des Rechts auf sicheren Schwimmsport in den wichtigsten Regelwerken arbeiten.

„Wir legen gemeinsam den Schwerpunkt auf Prävention, ergänzt um klare Regelungen für Intervention und Aufarbeitung“, erklärte DSV-Präsident David Profit. „Das Recht auf sicheren Schwimmsport und die Werte des sicheren Schwimmsports sollen unser Kompass werden – im DSV, in den Landesverbänden, in den Vereinen, im täglichen Training und Miteinander.“

Ablehnung der „Enhanced Games“

Der DSV-Präsident begrüßte die Zusicherung des Bundes, sowohl das neue Schwimmzentrum für den Spitzensport in Magdeburg durch eine Erhöhung der Mittel zu finanzieren als auch die Förderung der Schwimmfähigkeit mit weiteren 20 Millionen Euro zu unterstützen. „Das ist ein starkes Bekenntnis des Bundespolitik zum Schwimmsport in der Spitze und in der Breite“, betonte Profit. Ziel sei es, dass bis 2035 alle Grundschulkinder in Deutschland zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern ausgebildet werden.

Die Austragung der „Enhanced Games“ lehnten die Delegierten in einer Erklärung ab. Ein privat organisierter Wettkampf, in dem Doping erlaubt ist, sei unvereinbar mit den Werten des Schwimmsports.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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