35-mal durch den Ärmelkanal | McCardel jagt weiter den Rekord

Sie schwimmt und schwimmt und schwimmt: Chloë McCardel hat ihre 35. Kanalquerung geschafft und ist weiter drauf und dran, den ewigen Rekord von Alison Streeter zu verbessern.

Schon häufig haben wir auf SWIM.DE über Extremschwimmerin Chloë McCardel berichtet. Wie sie über 100 Kilometer zwischen zwei Bahamas-Inseln zurücklegte, wie sie auf einer Messe 16 Stunden am Stück in einem Endless-Pool auf der Stelle schwamm und natürlich über ihre Abenteuer im Ärmelkanal. Und genau dort hat die Australierin jetzt wieder einen draufgepackt. Am Sonntagmorgen erreichte McCardel die andere Kanalseite – und das bereits zum 35. Mal.

Vier Querungen gelangen der 35-Jährigen allein in den letzten 16 Tagen. 9:44 Stunden, 10:24 Stunden, 9:45 Stunden und jetzt 10:40 Stunden benötigte sie jeweils, um die 33 Kilometer breite Meerenge zwischen England und Frankreich zu durchschwimmen. Mit ihrem 35. Crossing hat McCardel Männer-Rekordhalter Kevin Murphy – den “King of the Channel” – übertrumpft. Im Ranking der meisten Kanalschwimmen liegt jetzt nur noch Alison Streeter vor ihr. Die Britin legte die Strecke zwischen 1982 und 2004 insgesamt 43-mal zurück. Dafür trägt sie in der Szene den inoffiziellen Titel “Queen of the Channel”. 1991 erhob die britische Königin Streeter durch die Ernennung zum Member of the Order of the British Empire in den Ritterstand.

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Queens and Kings of the Channel

RankNameQuerungen
1Alison Streeter (Großbritannien)43
2Chloë McCardel (Australien)35
3Kevin Murphy (Großbritannien)34
4Michael Read (Großbritannien)33
5Cynthia Nicholas (Kanada)19
Desmond Renford (Australien)19
7Marcy MacDonald (USA)17
8Nicholas Adams (Großbritannien)16
(Quelle: Channel Swimming & Piloting Federation)

Macht sie weiter?

McCardel hatte sich für die vier Kanalschwimmen eigentlich einen Monat Zeit nehmen wollen. Ihre Form und die guten Bedingungen im Kanal ermöglichten ihr die Starts jedoch in kurzen Abständen. Ob Sie vor ihrer Abreise nach Australien weitere Versuche unternehmen wird, ist noch nicht ganz klar. Der britischen Nachrichtenagentur PA sagte sie in einer ersten Reaktion zwar: “Ich glaube nicht, dass ich in der nächsten Zeit durch den Ärmelkanal schwimmen will.” Allerdings hat sie in der Vergangenheit kaum eine Gelegenheit verstreichen lassen, genau das zu tun.

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